Vor einiger Zeit, während eines Mittagessens, haben wir uns eine Frage gestellt, ob Männer und Frauen einen anderen Blick auf Marketing haben. Anstatt zu versuchen, auf traditionelle Art und Weise zu antworten – eine ewige Debatte zwischen zwei Geschlechtern – haben wir uns entschieden, sich diesem Thema nach SALESmanagos Stil zu nähern und es auf den Tisch zu bringen und daran zu arbeiten! Wir wählten 10 beliebte Fragen zum Thema Digital Marketing, hatten einen weiblichen und männlichen Redakteur vor die Laptops gesetzt und sie gebeten diese Fragen zu beantworten. Ergebnis? Lesen Sie mal nach!

#1 Die wichtigsten Unterschiede zwischen traditionellem Marketing und Digital Marketing?

Sie: Im Allgemeinen ist das Digital Marketing aus dem traditionellen Marketing abgeleitet, so dass sie das gleiche Kern haben – Business first (das Hauptziel des Marketings ist es, Einnahmen zu generieren). Der Hauptunterschied liegt an der Menge der zur Verfügung stehenden Daten und der Anzahl der Kanäle, mit denen Sie mit Ihren Empfängern kommunizieren können. Außerdem erzwingt das Digital Marketing die Integration von Daten aus verschiedenen Quellen, um auf vergangene Handlungen zurückzukommen und zukünftige Bedürfnisse der Verbraucher vorherzusehen.

Er: Die Digitalisierung setzt dynamische Marketingaktionen in Echtzeit ein. Beim traditionellen Marketing wird die Zeit von Aktionen und Reaktionen auf bestimmte Ereignisse verlängert. Digital Marketing gibt die Möglichkeit in einem „instant“ Modus zu reagieren – man muss sofort und effektiv handeln, da die Konkurrenz nicht schläft!

#2 Wie plant man die Strategie im Digital Marketing?

Sie: Um die Marketingaktivitäten effektiv zu führen, müssen Sie einen strategischen Plan entwickeln, der Folgendes umfasst:

  • Zielgruppe (Alter, Geschlecht, Wohnort)
  • Komplementarität der Zielgruppe mit potentiellem Medium (z.B. Mobilgerät)
  • Anzeigenformat vom Medium angeboten
  • Die Kosten für das Erreichen der Empfänger
  • Zusammenfassung der bisherigen Kampagnen

Ein wesentlicher Bestandteil des Marketingstrategieplans ist der beabsichtigte Zweck dieser Aktivitäten. Alle Annahmeanweisungen erfordern die Erstellung eines individuellen Budgets und beinhalten unterschiedliche Operationen.

Er: Man muss damit beginnen die Kunden und ihre Verhaltensweisen genau zu erkennen, um die meisten gängigen Szenarien zu simulieren. Ich würde mit der Analyse von Website-Traffic, Verkaufstrichtern beginnen und nach Konversionspunkten suchen, um mögliche Änderungen und Optimierungen zu finden. Der nächste Schritt ist es, die Kampagne im Omnichannel zu planen und zu testen, unter Berücksichtigung der meist gängigen Szenarien. Die Kampagne ist ein lebendiger Organismus und Prozess, daher bevorzuge ich Lean Management und Six Sigma, die Ihnen nicht nur eine ständige Überwachung ermöglichen, sondern schnell auf externe Ereignisse reagieren, um den effizientesten Prozess zu bauen und mehr Geld zu verdienen.

#3 Wie messen Sie die Ergebnisse?

Sie: Erstens muss man die Frage beantworten: Was bringt am Ende des Tages den echten Profit? Es sind eher keine „Likes“ unter einem Beitrag auf Facebook oder Twitter. Ich würde lieber auf Sachen zielen, die direkt zur Konversion führen, d.h. Registrierung für die Demo-Version, Mailing oder ein 1-zu-1 Webinar mit einem Berater. Um die Ergebnisse zu messen, können Sie verschiedene Werkzeuge nutzen, aber am bequemsten ist eine Marketing Automation Plattform mit externen Integrationen, wo die Statistiken und die Analyse an einem Ort angezeigt werden.

Er: Es hängt von dem Business, das wir führen, ab und worauf wir im bestimmten Moment Wert legen – suchen Sie nach Messungen, die Ihnen REAL Vorteile ergeben und relevante Daten über Konversion, Engagement und Verkauf anzeigen.

#4 Wofür gibt man Geld im Digital Marketing aus?

Sie: Für Sichtbarkeit, Lead Generierung und Remarketing. Keine Sichtbarkeit = kein Traffic, kein Traffic = keine Leads, keine Leads = kein Verkauf. Und kein Remarketing = keine langfristige Beziehung zu den Kunden.

Er: Für Qualität. Für Aktionen, dank denen wir bessere Ergebnisse erzielen (Punkt #3). Definitiv ist es wichtig sich um guten Inhalt zu kümmern, da es keine Tools, Systeme oder Plattformen gibt, die diesen Job machen werden.

#5 Der wichtigste KPI eines Digital Marketers (und warum dieser)?

Sie: Die verschiedenen Arten von Digital Marketing haben ihre KPIs. Wenn ich einen wählen würde, würde ich die Konversionsrate nennen, und wenn ich noch einen zweiten wählen könnte, wären es ihre Kosten. Die wichtigste Marketingaufgabe sowohl in klassischer als auch in moderner Hinsicht ist es, Gewinn zu erzielen. Es ist die Konversion, die die effektivsten Aktionen identifiziert, den Mitarbeitern Feedback über ihre Arbeit gibt und die Kosten- und Ertragsquote misst. Dazu sind folgende KPIs wichtig: Website-Traffic, die Kosten für Lead Generierung, OR und CTR für Mailings oder ROI.

Er: Am Ende des Tages interessiere ich mich für CPL – Kosten pro Lead und die Gesamtkosten für den Erwerb eines Kunden. Als Manager muss ich das „big picture“ sehen und darauf achten, die Profitabilität meines Geschäfts zu maximieren.

#6 Was sind die must have Tools im Digital Marketing?

Sie: Etwas für die Verwaltung von Kontakten, die Automatisierung von Aktivitäten, die Analyse der Effektivität eigener Aktionen und die Analyse des Kundenverhaltens. Auch etwas für die Optimierung der Kundenreise und für die sofortige Reaktion in Echtzeit. Kurz gesagt, eine anständige Marketing Automation Plattform mit entsprechender externer Integration sollte den Job machen.

Er: Es ist wirklich schwer für mich, sich meine Arbeit ohne ein CRM System vorzustellen, sowie ohne ein Tool zur Automatisierung der Kommunikation (vor allem per E-Mails, aber nicht nur) und im Falle eines Online-Verkaufs – ein Tool zur Analyse des Website-Traffics und dynamischen Personalisierung von Anzeigen und Marketing-Inhalten.

#7 Was funktioniert besser – Inbound oder Outbound (und warum)?

Sie: Weder noch. Die Änderungen in der Kundenmentalität (Bestandskunden und potenzielle Kunden) erzwingen eine Revision beider Ansätze. Die besten Inhalte selbst, ohne ordnungsgemäße Verteilung, reichen nicht aus, um einen spektakulären Erfolg zu erzielen, genauso wie eine aggressive Outbound-Kampagne, die die Personalisierung sowie die Bedürfnisse der Empfänger ignoriert. Die goldene Mitte ist der ganzheitliche Ansatz, wie Customer Value Marketing, der das Beste aus beiden erwähnten Ansätzen verbindet.

Er: Outbound ist ein Muss, aber ich persönlich bevorzuge Inbound Handlungen, da sie es erlauben, das Image und den Charakter des Unternehmens in den Augen der Kunden zu bauen. Das richtige Inbound-Marketing kann das Markenbewusstsein perfekt steigern und potenzielle Kunden gleichzeitig mit relativ geringen Kosten pro Lead generieren. So töten Sie zwei Vögel mit einem Stein!

#8 Was sind die wichtigsten Trends im Digital Marketing für die nächsten Jahre?

Sie: Meiner Meinung nach kann es sich zweigleisig entwickeln – erstens werden wir die technologischen Neuheiten besser nutzen, deshalb lohnt es sich die VR/AR (virtuelle und erweiterte Realität) sowie KI (künstliche Intelligenz kombiniert mit den Machine Learning Mechanismen) zu beachten. Danach folgt die vollständige Nutzung von Omnichannel. Der zweite Weg ist die Rückkehr zu den Grundlagen und deren Redefinition – zum Beispiel das gute E-Mail-Marketing erlebt gerade jetzt die Renaissance, und es ist nicht viel Zeit, bis wir unsere Augen zum Marketing an anonyme Benutzer richten. Natürlich nach einer kurzen Anpassung an die neue Realität und Möglichkeiten.

Er: Personalisierung, Personalisierung und… noch mal Personalisierung. Ich kann mir nicht vorstellen eine allgemeine E-Mail-Vorlage zu erstellen und denselben Inhalt an alle zu senden – ein Gymnasiast würde genau die gleiche Nachricht erhalten wie eine Mutter von zwei Kindern. Diese beiden stellen völlig unterschiedliche Welten dar und sprechen verschiedene Sprachen. Personalisierung von dynamischen E-Mail-Inhalten ist der wichtigste Trend in den Mails und Benachrichtigungen.

#9 Soll ich in die Social Media investieren, wenn ja, dann in welche?

Sie: Firmenprofile und Anzeigen in den Social Media scheinen heute ein Muss zu sein. Deshalb ist es wichtig die Profile in verschiedenen auf Ihre Branche zugeschnittenen Portalen zu führen. Allerdings sollten Sie an erster Stelle in die Person investieren, die Social Media wirklich versteht und eine Strategie für sie entwickeln kann. Die zuverlässigsten Treffer, wenn es um Plattformen geht, scheinen LinkedIn, Facebook und Twitter zu sein. Genau in dieser Reihenfolge.

Er: Natürlich sollte man investieren. Doch man sollte sich nur auf diejenigen konzentrieren, auf denen unsere Kunden meist aktiv sind – für manche Unternehmen wird es Twitter, für andere LinkedIn sein, aber ich glaube, dass jedes Unternehmen von einer Facebook Fanpage profitieren wird.

#10 Welche Kommunikationskanäle sollte ich verwenden?

Sie: Für den Anfang – E-Mail-Marketing und Social Media (besonders Facebook), dann der Mobile Kanal und die Website, und am Ende PoSs und andere Medien. Das Wichtigste ist es, die Schlüssigkeit der Botschaft unabhängig vom Kanal zu behalten!

Er: Absolut alles, was verwendet werden kann, um unsere Benutzer zu erreichen, aber: wir müssen den Inhalt an das Medium anpassen. Die gleiche Botschaft kann je nach dem Medium, das wir für ihre Verteilung verwenden, sehr unterschiedlich aussehen.

Wie Sie sehen können, sind die Antworten manchmal überraschend ähnlich, manchmal konzentrieren sie sich auf ganz andere Aspekte, je nach dem, von wem sie geschrieben wurden. Jedoch Schlussfolgerungen müssen Sie selbst ziehen.

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