Alle wollen sie gefüttert werden: Social Media, Websites, Blogs, White Papers, Newsletters, Tutorials – um nur einige zu nennen. Das aktuell favorisierte Futtermittel mit dem erfolgversprechenden Namen heißt Content. Dieser soll mehr als nur informieren: Seine passgenaue Platzierung und die raffiniert komponierten Zusatzstoffe ziehen eine klar definierte Zielgruppe an – und binden sie. Das ist aufwändig und kostspielig. 

 

So entsteht Sehnsucht nach günstigerer und präziserer Qualität. Und plötzlich durchpulsen die Algorithmen auch das Content Marketing. Künstliche Intelligenz ist längst Teil davon und wird verstärkt eine gewünschte höhere Präzision liefern. Oder produzieren die Maschinen am Ende den Content gar selber? Werfen Sie mit uns einen angstfreien Blick nach vorn.

 

Die Zukunft des Marketings hat längst begonnen

 

Bei der dpa werden einfache Geschichten, juristische Dokumente, Marktberichte und Pressemitteilungen mittels Künstlicher Intelligenz geschrieben. Vor allem an Daten und Fakten orientierte Meldungen wie Börsen- und Sportmeldungen brauchen keinen Redakteur mehr. Für die beispielsweise stereotype und charakteristisch Sportsprache ist Künstliche Intelligenz schon zuverlässig in Nutzung. Aber nicht nur dort.

 

Die Effizienz eines Unternehmens profitiert extrem von Predictive Intelligence. Basierend auf dem bisherigen Kaufverhalten können passgenaue Angebote erstellt und Verkaufsentscheidungen beschleunigt werden. 

 

Intelligente Chatbots

 

Typisch für Künstliche Intelligenz ist der Einsatz von Chatbots. Künstliche Intelligenz steuert ein Computerprogramm, um einfache Gespräche mit Kunden in Echtzeit zu führen. Domino´s und Uber nutzen Chatbots bereits in großem Umfang. Dies wird auch die Zukunft im Kundensupport sein: Nicht mehr Formulare ausfüllen und warten – einfach sprechen und in Echtzeit Antwort und gewünschte Informationen erhalten. 

 

Personalisierte Feeds auf Basis von KI

 

News-Feed-Algorithmen sorgen schon längst dafür, dass Sie bei Twitter, Facebook und Instagram die Beiträge und News erhalten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Ihnen passen. Solche repetitive Routinearbeit mit hohen Datenmengen kann selbst lernende Künstliche Intelligenz am schnellsten und besten erledigen. Die Wahrnehmung von Verhaltensveränderung und Reaktion darauf ist ein entscheidender Vorteil.

 

Neue Kommunikationsstrategien

 

Zielvorgabe für Computersysteme wie Watson, Siri, Cortana und Co ist, dem Menschen möglichst ähnlich zu werden. Während Siri und Cortana Vorschläge machen, geht Watson noch weiter: Er verarbeitet Sprachbefehle und reagiert darauf ähnlich wie ein Mensch. Watson lernt, versteht, interagiert und begründet. Künstliche Intelligenz in dieser Form kann auch in einem Webshop angewendet werden. Ähnlich wie ein Verkäufer in einem realen Geschäft kann Watson sich von Kundenwünschen sehr schnell ein Bild machen, Fragen beantworten, beraten und Empfehlungen geben. 

 

Umgang mit Künstlicher Intelligenz bändigt resultierende Ängste

 

Künstliche Intelligenz löst Befürchtungen aus. Nur wenn man diese auch zulässt und benennt, kann der neue Trend im Marketing einen sinnvollen, weil angemessenen Platz einnehmen. Weitere Mechanismen bis hin zu etwa von Tesla-Begründer Elon Musk geforderten gesetzlichen Regularien gehören mit dazu. Wenn Sie Ihren Garten nicht pflegen und begrenzen, können Sie auch von ihm verschlungen werden. Nicht mehr in den Garten zu gehen wäre eine sinnfreie und destruktive Handlungsoption. 

 

Was Künstliche Intelligenz an Ängsten auslösen kann, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

 

Kontrollverlust

 

Wie gesehen bei einem Facebook System, das Künstliche Intelligenz einsetzte, kann ein solches in Wildwuchs entarten – und wird folgerichtig abgeschaltet. Ohne funktionierende Kontrolle und resultierendes Vertrauen gab und gibt es nichts zu gewinnen – ob mit oder ohne Künstliche Intelligenz.

 

Filterblasen und Echo Chambers

 

Wenn Künstliche Intelligenz selbstreferentielle und lernende, nach außen zunehmend abgeschirmte Räume entwickelt – so entstehen auch Blasen und Echohallen. Auch hier gilt wie oben: Entwicklungen wie diese werden den wahren Zielen des Marketings schaden.

 

Vernichtung von Arbeitsplätzen und Berufen

 

Wenn Künstliche Intelligenz auch im Marketing Einzug hält, könnten Kreative wie Texter, Drehbuchautoren oder Redakteure schnell ausgedient haben. 

 

Von Vernichtung kann aber auch in Zukunft keine Rede sein. Der Hinweis auf umfassenden Wandel hat Berechtigung: Eine dramatische Umgestaltung der Berufs- und Arbeitswelt findet stets statt. Sie bildet mit immer geringerer Zeitverzögerung aktuelle Bedarfe ab.

 

Als in den 1980er Jahren die Druckereien der digitalen Mediengestaltung weichen mussten, wandelte sich eine riesige Branche. Allen Unkenrufen zum Trotz sind Printmedien dennoch erhalten geblieben. Digitale Technik ermöglichte es seither aber sogar Laien, selbst schnell und kreativ privaten oder beruflichen Content zu erstellen. Ein ähnlicher innovativer Schub ist durch die Künstliche Intelligenz zu erwarten.

 

Künstliche Intelligenz versus Mensch – eine irreführende Metapher

 

Das dreiteilige Kinowerk Matrix hat in unser gemeinsames Unterbewusstsein spezifische Bilder gepflanzt. Seither geht die Faszination an künstlicher Intelligenz Hand in Hand mit Sorge um mögliche Folgen. Die Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz humanoide Intelligenz und Kreativität vernichten wird, ist verständlich und zugleich unberechtigt. 

 

Der Mensch als kreativer Gestalter wird stets der entscheidende Faktor bleiben. Die Qualität und präzise Platzierung des Contents werden sich durch Künstliche Intelligenz aber erhöhen. Es wird Freiraum entstehen, der kreativ im Marketing nutzbar ist. Zu entdeckende und beschreibende Grenzen von Künstlicher Intelligenz stellen diese neue Technologie nicht in Frage, sie erhöhen gar ihren Mehrwert.

 

Als auf dem Phonomarkt die digitalen Tonträger einzogen, beklagten Schallplattenpuristen einen Verlust an menschlicher Wärme im Produkt. Musikproduzenten bedenken dies bis heute: Abgemischt wird Musik immer noch von Menschen. Rein synthetischen Klängen werden natürliche Klänge beigemischt, um sie „natürlich“ klingen zu lassen. Schallplatten, Plattenspieler und gar Röhrenverstärker sind immer noch im Handel. Livekonzerte, bei denen Menschen ihre Kunst präsentieren, erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit. 

 

Über die Gesamtkomposition wachen weiterhin Menschen, die einer Idee wie der einer Marke dienen. 

 

Welche Wege dabei möglich sind, das können Sie niemals vorher wissen. Diese Wege entstehen immer dann, wenn Sie neugierig, entschlossen und verantwortungsvoll auf ihnen voranschreiten. Konkreter:

 
  • Nutzen Sie Künstliche Intelligenz in Tools und Apps, um sich mit ihr vertrauensvoll bekannt zu machen.
  • Lenken Sie die dadurch gewonnene Aufmerksamkeit auf Ihre Prozesse in Ihrem Marketing, die durch Künstliche Intelligenz noch smarter werden dürfen.
  • Informieren Sie sich über Künstliche Intelligenz und bleiben Sie zum Thema auf dem aktuellen Stand.
 

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Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Thorit – SALESmanago Diamond Partner