Warum landen meine E-Mails im Spam? Es gibt nur zwei mögliche Antworten. Erstens: Sie sind tatsächlich ein Spammer, respektieren Ihre Empfänger nicht und sind der Meinung, dass Sie mit den Adressen der Benutzer alles machen können, was Sie nur wollen. Sie haben nicht die geringste Ahnung, was Ihre Leser wollen und eigentlich ist Ihnen das egal. Zweitens: Sie begehen einen dieser 7 häufigsten Fehler, den Sie ganz einfach wiedergutmachen können.

Sind Sie bereit für die Wahrheit?

Was macht einen Spammer aus? Beschwerdequote 0,2%

Bevor wir herausfinden, ob Sie ein Spammer sind oder nicht, lassen Sie uns die Definition von Spam besprechen. Im Gegensatz zu den populären Mythen über bestimmte Schlüsselwörter, Schriftfarbe, Interpunktion oder Sendefrequenz, die Ihre E-Mail-Zustellbarkeit verringern würden, sind die Fakten viel einfacher: Es geht um die tatsächliche Reaktion der Nutzer.

Sie werden als Spammer abgestempelt, wenn Sie die Beschwerdequote von 0,2% überschreiten, was bedeutet, dass mindestens 2 von 1000 Empfängern Ihre Nachricht als Spam melden.

Das bedeutet:

  1. Beim Spam geht es nicht mehr darum, bestimmte Schlüsselwörter oder bestimmte Praktiken zu verwenden.
  2. Als Spammer markiert zu werden, steht in direktem Zusammenhang mit echten Nutzerreaktionen.

Sind Sie ein Spammer?

Vielleicht wollen Sie das nicht, vielleicht wissen Sie das gar nicht, aber Sie sind ein Spammer. Wie erkennt man das? Im Folgenden haben wir die häufigsten Spammer-Denkweisen aufgelistet. Kommen manche Merkmale Ihnen bekannt vor?

Keine Empathie, d.h. es ist mir egal, was sie denken

Sie sind der Meinung, dass die Einwilligung der Benutzer kein Schlüsselkriterium ist, um eine Adresse der Mailingliste hinzuzufügen. Gelassen senden Sie den Newsletter an:

  • Kunden, die damit nicht einverstanden sind,
  • potenzielle Kunden, die Ihnen eine E-Mail mit einer Frage oder einem Problem geschrieben haben,
  • nichts ahnende oder nicht existierende Besitzer von Adressen von gekauften oder auf eine andere Art und Wiese erworbenen Datenbanken,
  • Partner,
  • Benutzer, die nur das Material herunterladen oder ein Angebot erhalten wollten und nicht informiert wurden, dass Sie sie der Mailingliste hinzugefügt haben.

Wenn Sie auf der Straße einen Eimer mit E-Mail-Adressen finden würden, würden Sie diese auch hinzufügen.

Frage: „Wie fühlt sich die Person, die damit nicht einverstanden war, meine Newsletter zu erhalten?“ Daran haben Sie nie gedacht.

Zynismus, d.h ich weiß, dass ich Spam versende

Sie weisen nicht darauf hin, dass die Adresse für weitere Marketingkommunikation verwendet wird, weil Sie denken: „Es könnte die Benutzer entmutigen. Was wenn Sie Angst vor Spam haben?“. Nun, versichern wir Ihnen, dass Ihre unerwünschte E-Mail sie mehr entmutigen wird. Wenn Sie Ihr Mailing für Spam halten und versuchen, so wenig wie möglich darüber zu sprechen, ist es nicht verwunderlich, dass Ihre Kunden ihn so behandeln. Nehmen Sie es als ein Signal, dass Sie es etwas an Ihren Inhalten ändern müssen.

Mangel an Realismus, d.h. mögen die Chancen zu unseren Gunsten sein

Theoretisch wissen Sie, dass der Empfänger Ihr Mailing nicht möchte und dass er sich nicht damit einverstanden erklärt hat, es zu erhalten, aber Sie denken: „Und wenn doch jemand aus dieser Datenbank daran interessiert ist?“. Na ja, ist klar. Eine von tausend Personen könnte plötzlich an Ihrem Produkt interessiert sein. Aber kann Ihre langfristige Strategie auf Zufall und absichtlichem Handeln gegen den Willen Ihres Empfängers beruhen?

Es ist eine totale Unterdrückung der Realität. Auf der anderen Seite des Bildschirms befinden sich reale Personen, die auf Ihre Nachrichten reagieren – z.B. mit Zorn. Sie werden Sie als Spam markieren. Welche andere Reaktion würden Sie von ihnen erwarten?

Versprechen brechen

Sie haben einen Online-Shop mit Gewürzen und Sie haben eine großartige Idee für Lead Nurturing: ein zweimonatiger Kurs über Gewürze und ihre Verwendung: etwas Geschichte, etwas Ernährung, einige Rezepte. Zweimal die Woche erhält der Benutzer eine E-Mail mit einer anderen Lektion: Text, Video, Podcast – spielt keine Rolle. Sie haben tolle Inhalte, die auf Ihrem Wissen und Ihren Reisen basieren. Es gibt sogar Interviews mit Experten.

Eine tolle Kampagne, gratuliere! Wenn jedoch der Benutzer, der diesen Kurs abonniert, gleichzeitig zu Ihrer traditionellen Mailingliste hinzugefügt wird und zweimal die Woche einen traditionellen Newsletter erhält, kann er sich überfordert fühlen: sowohl aufgrund der Anzahl der Nachrichten als auch aufgrund der Tatsache, dass er sie nicht abonniert hat.

Ihre sensationelle Kampagne ist vergeudet, tut mir Leid. Statt Begeisterung ist der unangenehme Nachgeschmack verblieben. In solchen Situationen reicht es aus, einfache Automationsregeln zu verwenden – Sie beziehen Ihre Benutzer nach dem Kurs in die traditionellen Newsletter ein.

Billige Tricks

Sie schreiben in der Betreffzeile „Re:“ oder „Fwd:“, um den Eindruck zu erwecken, dass die Nachricht ein Teil einer früheren Konversation ist. Sie verwenden eine verwirrende Betreffzeile. Sie geben den falschen Absendernamen an.

Nichts nervt den Empfänger auf der anderen Seite des Monitors als der Gedanke, dass er für einen Dummkopf gehalten wird, den man leicht täuschen kann.

Wenn Sie kein Spammer sind

Wenn Sie keiner der oben genannten Gruppen angehören, begehen Sie vielleicht einen kleinen Fehler? Lesen Sie nach, was Sie tun können, um Ihre Nachrichtenzustellbarkeit zu verbessern, und gleichzeitig die höchsten Kommunikationsstandards zu erfüllen.

1. Seien Sie ehrlich – sagen Sie, was Sie versenden

Lassen Sie den Benutzer wissen, für was er sich anmeldet. Es ist empfehlenswert, die Regeln festzulegen: informieren Sie darüber, wie oft Sie die E-Mails senden (bieten Sie auch die Option, den Versandtermin zu ändern oder sogar die Änderung der Versandhäufigkeit – dies können Sie in der ersten Begrüßungsmail angeben oder es dem Benutzerprofil auf der Seite hinzufügen).

Eine gute Möglichkeit, dies zu kommunizieren, ist eine Willkommens-E-Mail.

2. Senden Sie eine Willkommens-E-Mail

Wenn sich jemand zum Newsletter anmeldet, senden Sie ihm eine Begrüßungsnachricht, in der Sie sich und den Inhalt Ihrer geplanten Kommunikation vorstellen. Dies verhindert auch, dass der Empfänger Sie als Spam markiert, da er vergessen hat, dass er sich selbst zum Newsletter angemeldet hat.

Verwenden Sie die Begrüßungsnachricht, um sich bei dem Benutzer für die Anmeldung zu bedanken – es ist eine Kleinigkeit, aber es gibt sofort einen besseren Ton an.

3. Nichts andrehen – Regel 4-1-1

Der Newsletter hat eine Verkaufsfunktion, aber das heißt nicht, dass er KAUFEN KAUFEN KAUFEN schreien muss. Wenn Ihre Kommunikation nur aus Angeboten besteht, bauen Sie keine langfristigen Beziehungen auf. Die Zeiten sind vorbei, wo Menschen nicht wussten, was sie kaufen möchten, also wird das Versenden trockener Kataloge nichts bringen.

Der Newsletter sollte Ihren Kunden einen Mehrwert bieten, und wenn nicht, bedeutet dies, dass etwas nicht stimmt.

Die genauen Proportionen zwischen den informativen und neutralen Inhalten sind immer eine Frage des konkreten Geschäfts und der Kapazität seiner Empfänger, sie erfordern Tests, aber als Ausgangspunkt empfehlen wir das 4-1-1-Prinzip. Dies bedeutet, dass bei den 6 Nachrichten:

  • 4 sollten nicht werbend sein: Bildung oder Unterhaltung,
  • 1 sollte die sog. „Soft Promotion“ beinhalten (Einladung zur Veranstaltung),
  • 1 sollte die sog. „Hard Promotion“ beinhalten (Angebot, Testzeitraum).

Um die richtigen Proportionen zu erreichen, segmentieren Sie Ihre Kunden: es ist normal, dass die anspruchsvollen und engagierten Verbraucher mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr lesen werden, als die, die Sie erst kennen lernen.

4. Senden Sie Ihre E-Mails öfter

Während die Menschen oft Spam mit zu vielen E-Mails assoziieren, könnte das Gegenteil noch gefährlicher sein. Wissen Sie, manche Kunden mögen Ihren Newsletter und kaufen viel bei Ihnen. Wenn Sie das Engagement der Nutzer messen und die Sendefrequenz personalisieren, können Sie einige Ihrer Kontakte sogar jeden Tag per E-Mail kontaktieren.

Wenn Sie jedoch zu selten E-Mails versenden, vergessen die Benutzer möglicherweise einfach, wer Sie sind, und haben Probleme, sich daran zu erinnern, Ihren Newsletter abonniert zu haben. Können Sie sich an einen Newsletter erinnern, den Sie vor sechs Monaten abonniert haben? Zu viele Informationen und Anregungen kämpfen um die Aufmerksamkeit des heutigen Kunden, so kann er leicht vergessen, dass er sich zu Ihrem Newsletter angemeldet hat.

Und behandeln Sie es nicht als Entschuldigung für die Erstellung schlechter Mailings! Wenn Sie keine nützliche Nachricht rund um Ihre Produkte entwerfen können, ist das kein gutes Zeichen, oder?

5. Senden Sie E-Mails nur an die Benutzer, die damit einverstanden sind

In der Theorie ist es offensichtlich. Kaufen Sie keine E-Mail-Listen. Verwenden Sie Double-Opt-In. Platzieren Sie den Abmelde-Link an einer sichtbaren Stelle (und testen Sie, ob er funktioniert).

Nur von den Benutzern werden Sie profitieren, die Ihre Nachrichten erhalten möchten, die aufregend auf sie warten. Viele Vermarkter sind von der Effektivität des Mailings als Verkaufsmethode überzeugt (40 x effektiver bei der Kundengewinnung als Social Media!) und wollen um jeden Preis ihre Datenbank erweitern. Aber wenn sie das nicht organisch machen, wird die Datenbank nutzlos und kann ihnen sogar schaden.

6. Verwenden Sie eine Marketing Automation Plattform

Mit Marketing Automation können Sie den Inhalt, die Form und Häufigkeit Ihrer Kommunikation an bestimmte Benutzer anpassen. So wird sichergestellt, dass jeder genau die Botschaft erhält, die er erwartet: in Übereinstimmung mit dem Engagement, den aktuellen Produktkenntnissen und dem Interesse.

Nutzen Sie die Kundensegmentierung und das Scoring, senden Sie sowohl traditionelle Newsletter als auch dynamische E-Mails und nutzen Sie die erweiterte Analyse von Marketing Automation, um herauszufinden, was Ihre Kunden in den Newslettern finden möchten. Fragen Sie nach ihren Bedürfnissen – Sie können Fragen in Ihren E-Mails stellen – es ist kein Einwegmedium.

7. Achten Sie auf die Hygiene Ihrer Datenbank

Ja, wir wissen, Sie haben so hart darum gekämpft, all diese E-Mail-Adressen zu sammeln… 25% der von Ihnen gesendeten E-Mails erreichen ihre Adressaten nicht, weil Menschen beim Eingeben ihrer Adresse Schreibfehler machen oder ihre Accounts löschen. Denken Sie daran, dass inaktive Adressen manchmal als Spam-Traps verwendet werden, um Spammer zu erkennen (da sie dafür bekannt sind, sich nicht um die Hygiene der Datenbank zu kümmern).

Die Datenbankreinigung ist hart, zahlt sich aber aus.

 

Tief im Inneren haben alle Spammer Angst vor der Aussicht auf verpasste Chancen, und für sie ist jeder Empfänger nur eine Nummer, die zu ihrer Liste hinzugefügt wird. Aber eigentlich sendet man Botschaften an Menschen, nicht an Zahlen, Menschen mit ihren Emotionen und Gefühlen, die bereit sind, „Als Spam melden“ zu klicken.

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