Für unseren Körper ist die Aufmerksamkeit mit dem Energieaufwand verbunden. Es ist ein Kampf mit anderen Reizen, die um unseren Blick kämpfen. Deshalb erstellen wir Zielseiten. In dem Beitrag analysieren wir, was eine effektive Zielseite enthalten muss und zeigen, wie sie aufgebaut wird: von der Überschrift über Marketing bis zu der Konversion.

 

Was sind die Ziele einer Zielseite?

Auf einer solchen Webseite, die speziell für eine bestimmte Kampagne vorbereitet wurde, ermutigen wir den Nutzer zu einer genau definierten Aktion, wie zum Beispiel:

  • Kauf
  • Download von Material (z.B. E-Book, Report, Fallstudie)
  • Anmeldung zum Newsletter
  • Teilnahme am Wettbewerb
  • Testversion, Registrierung für eine Probezeit

Eine Zielseite vermittelt einen und nur einen Wertvorschlag. Ihr Vorteil gegenüber der Hauptseite des Unternehmens oder der Produktseite ist, dass nichts die Aufmerksamkeit des Kunden ablenkt: er ist einem CTA ausgesetzt.

Diesem einen Ziel muss nicht nur der Button oder die CTA untergeordnet sein, sondern die gesamte Zielseite: jedes Element davon.

1. Die Überschrift

Die Überschrift Ihrer Zielseite übermittelt deutlich, welche Vorteile die Empfänger erwarten können. Sie erregt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern hat auch Energie. Beispiele für gute Zielseiten-Überschriften?

Es wird allgemein angenommen, dass die Überschrift einer Zielseite zwischen 35 und 50 Zeichen haben sollte.

2. Ein klares USP*

Denken Sie daran, dass Menschen im Internet nicht lesen – sie scannen. Versuchen Sie daher, die erforderlichen Informationen so kurz und bündig wie möglich zu übertragen.

Anstatt den Text zu verwenden, versuchen Sie mit einem Bild oder Video – sie funktionieren gut, besonders wenn sie Menschen darstellen – wir identifizieren uns mit der Botschaft, die Menschen darstellt und keine Abstraktionen.

Und haben Sie keine Angst vor weißen Flächen – je weniger Botschaften, desto weniger Ablenkungen. Auf einem bescheidenen Hintergrund kann Ihre primäre Botschaft glänzen.

Sehen Sie sich die Zielseite von Simple an:

Dank der wenigen Worte gewinnen die Schlagzeile und die CTA an Bedeutung.

Einfach gesagt: less ist more.

*USP: Unique Selling Points (dt. Alleinstellungsmerkmale)

3. Vorteile, keine Produktmerkmale/-funktionen/-beschreibung

Natürlich kann Ihre Zielseite nicht zu sparsam sein. Sie muss Informationen enthalten, auf deren Grundlage der Benutzer eine Entscheidung treffen wird. Diese Informationen sollten jedoch nicht die Form einer Aufzählung der Merkmale eines Produktes oder seiner Funktionen annehmen – es ist eine Liste von Argumenten dafür, warum der Benutzer die gewünschte Aktion ausführen sollte. Was wird er davon haben?

Wie formuliere ich Argumente?

  • Der beste Weg, dies zu tun, besteht darin, auf einen möglichen Verlust hinzuweisen: die Angst davor wirkt stärker als die Aussicht auf Profit.
  • Verwenden Sie Zahlen und Statistiken.
  • Verwenden Sie Tabellen (z.B. mit dem Vergleich Ihres Angebots mit dem Angebot der Konkurrenz).
  • Stellen Sie Informationen grafisch dar. All dies, damit der Wissenserwerb so schnell wie möglich und mit geringem Aufwand erfolgt.
  • Seien Sie konkret. Beziehen Sie sich auf die Situation des Benutzers.
  • Verwenden Sie das Wort ‚weil‘ – es lässt Ihre Argumentation logischer und überzeugender klingen.
  • Geben Sie etwas zurück: einen Rabatt, den Zugang zu Premium-Materialien…

4. Der soziale Beweis

Der soziale Beweis ist eines der Argumente, um die erwartete Aktion auszuführen, aber wir werden ihm ein bisschen mehr Zeit widmen, weil er entscheidend ist.

Der soziale Beweis, detailliert beschrieben unter anderem von Roberto Cialdini, zeigt, dass andere Menschen unser Produkt verwenden.

Dies können wir auf verschiedene Art und Weise tun:

  • Wir zitieren die Meinungen von zufriedenen Kunden
  • Wir platzieren die Logos der Kunden
  • Wir geben die Anzahl der Kunden an
  • Wir leiten auf die Seite mit den Bewertungen weiter
  • Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden die Produkte kommentieren und bewerten

5. Eine klare CTA

Sorgen Sie zunächst dafür, dass sie sichtbar ist. Es geht hier nicht um die Farbe (obwohl 50% der Buttons auf den Zielseiten grün sind), sondern um den Kontrast zum Hintergrund. Sie können einen Pfeil auf sie richten. Je weniger sie umgibt, desto besser.

Was ihren Inhalt angeht, wissen Sie, dass sie ein Verb enthalten und konkret sein muss. Haben Sie keine Angst vor einer längeren CTA: Sie können auch weitere Texte als zweite Zeile auf dem Button hinzufügen. Es kann sich herausstellen, dass eine genauere Information besser funktioniert als eine kurze und bündige.

 

 

6. Testen Sie

Die Zielseiten vieler Start-ups sehen gleich aus: nett, minimalistisch, mit einem etwas rätselhaften und unpräzisen Slogan, der die Wörter „Innovation“, „innovativ“ oder Synonyme enthält.

In dieser Branche, wie in jeder anderen auch, gibt es verschiedene Moden. Widerstehen Sie ihnen, indem Sie testen, was am besten bei Ihren Empfängern funktioniert.

Die häufigsten Fehler beim Testen von Zielseiten

Manchmal bei der Überprüfung unserer Tests betrachten wir nur eine isolierte Metrik, und wir sehen nicht, dass auf einem anderen Feld oder in einer breiteren Perspektive eine scheinbar positive Praxis einfach schädlich für uns ist.

Beispiel? Stellen Sie sich vor, dass sich auf Ihrer Zielseite ein Formular befindet (z.B. die Anmeldung zu einer Demo-Version). Entsprechend der aktuellen Mode reduzieren Sie die Anzahl der erforderlichen Felder. Sie testen und tatsächlich: die Anzahl der generierten Leads erhöht sich. Ist das jedoch ein Grund zur Freude?

Es kann sich herausstellen, dass die gewonnen Leads von geringer Qualität sind: nicht zum Kauf bereit, ohne das Wissen, das eine Kaufentscheidung ermöglicht, sie fließen aus dem Trichter heraus. Obwohl Sie mehr Kontakte sammeln, erhöht sich die Anzahl derer, die Sie verlieren.

Ein Formular mit mehr Feldern hat seine Vorteile: es erfordert mehr Motivation und zieht daher entschlossenere Benutzer an, die höchstwahrscheinlich Kunden werden.

Wir wollen hier nicht beweisen, dass die Formulare mit mehr Feldern besser oder schlechter sind – testen Sie sie einfach, aber machen Sie es bewusst. Wenn Sie sich für einen Wert entscheiden und einen anderen auslassen, der wichtiger ist, schießen Sie sich selbst in den Fuß.

7. Die Beziehung zwischen der Werbung und ihrer Quelle

Wenn jemand zum Beispiel auf einen Link klickt, der die kostenlose Lieferung betrifft, aber auf eine Zielseite über etwas anderes kommt, wird er zu Recht enttäuscht. Recherchieren Sie daher immer genau aus welcher Quelle der Nutzer auf die angegebene Zielseite gelangen kann.

Es ist auch wichtig, die grafische Konsistenz beizubehalten: wenn Sie ein Banner für eine bestimmte Kampagne erstellen, sollten Sie die Zielseite ähnlich gestalten.

Der Empfänger muss sich dessen bewusst sein, warum er auf Ihrer Webseite ist. Wenn Sie viel Traffic, aber wenig Konversion sehen, kann die Lücke zwischen dem Versprechen in der Quellnachricht und dem Inhalt der Zielseite ein Problem darstellen.

8. Marketing nach der Konvertierung

Denken Sie daran, dass das, was nach der Konvertierung passiert, auch für Sie von großem Interesse sein sollte. Welche Nachricht wird nach dem Ausfüllen des Formulars angezeigt? Wird er eine Bestätigungs-E-Mail erhalten?

Denken Sie auch darüber, was für den Kunden unsichtbar ist, d.h. was in Ihrem Marketing Automation System passieren wird: wo, zu welchem Trichter oder Tag wird der Kontakt hinzugefügt? Haben Sie einen Kommunikationsweg für ihn?

Zusammenfassung: Was ist beim Erstellen einer Zielseite zu beachten?

Wenn Sie von einer dieser meisterhaften Zielseiten träumen, die die Konversion um 300% oder den ROI der Kampagne um 291% (Quelle) steigern, denken Sie an Folgendes:

  1. Die Überschrift muss klar und deutlich den Vorteil und das Angebot kommunizieren.
  2. Wenn Sie Informationen liefern, nutzen Sie die Macht von weißen Flächen. Wählen Sie Zahlen, Punkte, Infografiken anstatt von Text. Je weniger rundherum, desto mehr Aufmerksamkeit wird Ihrem Hauptinhalt geschenkt.
  3. Ein Bild oder Video kann mehr als tausend Worte ausdrücken.
  4. Sprechen Sie nicht über sich selbst, beschreiben Sie nicht das Produkt, sondern begründen Sie, warum der Kunde das tun sollt, worum Sie ihn bitten. Was hat der Kunde davon?
  5. Sprechen Sie über bestimmte Situationen.
  6. Liefern Sie den sozialen Beweis: Bewertungen, Empfehlungen.
  7. Platzieren Sie eine CTA. Betonen Sie sie.
  8. Testen Sie mit Bedacht.
  9. Die Zielseite endet nicht mit der Konvertierung – kümmern Sie sich um die weitere Benutzererfahrung (Nachricht auf der Webseite nach der Konvertierung, Bestätigungs-E-Mail, Hinzufügen eines Kontaktes zum Trichter im Marketing Automation System).

Nützliche Quellen

Die 3 besten Texte über Zielseiten, die wir kennen:

Search Engine Watch

Social Media Examiner

Unbounce

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