Schnelle Frage: Bevorzugen Sie ein vereinbartes und bestätigtes Geschäftstreffen mit einer Person, die potenziell an Ihrem Angebot interessiert ist, oder eher möchten Sie von Tür zur Tür durch ein Hochhaus laufen und versuchen etwas aus Ihrem Koffer zu verkaufen? Wenn Sie die erste Option ohne zu zögern gewählt haben, dann sagen Sie mir bitte, warum Sie diesen Ansatz auch nicht in Ihrem E-Mail-Marketing anwenden können?

Leider, trotz der schnellen Entwicklung von Technologie und Software zur Marketing Automatisierung, neigen viele Menschen noch immer dazu, E-Mail-Marketing als die billigere Alternative der Aquise zu behandeln – sie versenden E-Mails an alle und denken nicht daran, ob die Empfänger an dem Angebot interessiert sind und ob sie überhaupt damit einverstanden sind!

Heutzutage wird in mehreren Ländern das sog. Double-Opt-In-Verfahren per Gesetz erfordert. Es ist eine Praxis, bei der ein Kontakt, nachdem er seine E-Mail-Adresse an die Mailingliste übermittelt hat, diese nochmal bestätigen muss, indem er auf den Aktivierungslink, der per E-Mail verschickt wird, klickt, um Marketinginhalte von einem bestimmten Absender zu erhalten.

Double-Opt-In gilt auch als eine der so genannten bewährten Praktiken beim E-Mail-Marketing. Und abgesehen davon, dass sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, dient sie auch mehreren Zwecken.

  1. Erhöhung der Datenbankqualität – die Kontaktliste wird auf organische Art und Weise erstellt und sie ist wertvoller, da sie mit der Bestätigung von Kontakten, die die Marketing-Nachrichten erhalten möchten, ausgestattet ist – Sie sind sicher, dass Ihr Kontakt bewusst die Entscheidung getroffen hat, Ihren Newsletter, Bildungszyklen oder andere Sonderangebote zu erhalten.
  2. Datenbank-Hygiene und Senkung der E-Mail-Marketing-Kosten – der zweite Vorteil aus der Verwendung von Double-Opt-In ist die Hilfe bei der Aufrechterhaltung und Entstörung der Datenbank. Über die Reinigung der Datenbank können Sie hier lesen. Um die monatliche Datenbankreinigung zu vermeiden, von all den Positionen mit Tippfehlern, die nicht wertvoll sind und die Werte senken, sollten sie schon ganz am Anfang gefiltert werden. Double-Opt-In gibt uns die Sicherheit, dass die neue Adresse tatsächlich existiert. Außerdem senkt es die Kosten der Tools für die Automatisierung von E-Mail-Marketing – Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie Nachrichten senden, die 100% nicht ankommen werden.
  3. Vermeidung der so genannten Spam-Traps – ein paar Worte der Erklärung – Spam-Traps sind Adressen von nicht vorhandenen Menschen, um Absender herauszufischen, die Marketing-Inhalte ohne entsprechende Genehmigung senden. Mit dem Double-Opt-In-Verfahren werden Sie nicht in diese Falle tappen!
  4. Fairplay spielen – Double-Opt-In ist auch ein Tool, dank dem wir das Image aufbauen können. Bereits am Anfang der Kundenbeziehung kommunizieren Sie Ihre Geschäftsbedingungen und spielen Sie mit offenen Karten. Mit Sicherheit gibt es Bereiche, wo man ein bisschen Geheimnisvolle bewahren sollte, aber der überladene E-Mail-Marketing-Kanal gehört nicht dazu. Wenn Sie sich wie ein Gentleman verhalten, werden Sie sicherlich Ihren Status unter potenziellen Kunden verbessern.

Worauf sollte man bei Double-Opt-In achten?

Egal wie wünschenswert es ist, die Double-Opt-In-Praxis erfordert einige gut durchdachte Aktionen beim Erstellen des Prozesses der Anmeldung für eine Mailing-Liste sowie die Erstellung der Bestätigungsnachricht.

Personen, die die Mailingliste abonnieren, müssen sich nicht der Notwendigkeit bewusst sein, die Anmeldung zu bestätigen. Bei der Gestaltung eines Kontaktformulars, Pop-ups oder einer Landingpage machen Sie deutlich und explizit, dass nach dem Klicken auf den Button „Senden“ muss der Empfänger die Anmeldung bestätigen, indem er auf den Aktivierungslink in der automatisch gesendeten E-Mail klickt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu tun:

  • als kurze Anleitung in Form von Bildern neben dem Anmeldungsfeld,
  • als Information auf der Dankeseite,
  • als Pop-up,
  • etc.

Das zweite Problem ist die Tatsache, dass der Empfänger die E-Mail nicht sehen kann – vielleicht weiß er nicht, dass er eine Nachricht erwarten soll (sehen Sie oben) oder sie landet im Spam. Wir haben bereits ein paar Artikel über Spam selbst geschrieben, wie diesen oder diesen. Die allgemeine Regel beim Erstellen einer Nachricht sagt: mach es so einfach wie du es nur kannst – einfache Überschrift, konkreter Absender, klarer Inhalt, klarer Aufruf zum Handeln und so wenig Grafiken wie es nur möglich ist.

Was sind Ihre Tipps & Tricks für Double-Opt-In?