Ist Inbound tot?

Einerseits ist Inbound-Marketing mit vielen Mythen verbunden, die sein Potenzial einschränken und andererseits, weil es sich radikal ändern und den Push-Strategien öffnen muss.

Warum?

Weil die mobilen Lösungen (vor allem Applikationen) die Art und Weise ändern, wie wir in allen Kanälen kommunizieren. Deshalb ähneln die Webseiten immer mehr den mobilen Applikationen (User-Aktivität, dynamische Webseiten), dagegen wird das Marketing in mobilen Anwendungen (Push-Benachrichtigungen, Kontext-Angebote, 1 zu 1 Nachrichten) zum Vorbild für die Kommunikation mit dem Kunden.

Dieser Beitrag ist für Marketer, die:

  • Genug von Marketing-Trends haben,
  • Nach praktischen Lösungen suchen,
  • Kunden lehren wollen und ihnen wertvolle Informationen vermitteln und gleichzeitig verkaufen möchten,
  • Auf messbare Effekte eingestellt sind und ihre Vorgehensweisen auf soliden Daten stützen.

Was werden Sie erfahren:

  • Wo liegt der Unterschied zwischen Inbound- und Outbound-Marketing, sowie Pull- und Push-Marketing,
  • Warum funktioniert das Inbound-Marketing nicht so wie Sie es sich wünschen,
  • Warum brauchen Sie Push-Marketing und warum sollen Sie Ihre Kunden stören,
  • Wie haben Mobilgeräte für immer die Art und Weise verändert, wie wir das Internet nutzen (in jedem Kanal)  und was Marketer davon haben,
  • Wie funktioniert die neue Philosophie Push, die durch Big Data und Personalisierung reicher wurde,
  • Wie kann man in der Praxis die Push-Tools nutzen, um neue Kunden zu gewinnen und die Umsatzzahlen zu erhöhen.

Warum funktioniert das Inbound-Marketing nicht?

Inbound vs. Outbound

Inbound und Outbound sind zwei Philosophien der Relation mit dem Kunden, zwei entgegengesetzte Auffassungen von Marketing. Outbound ist aggressiv, eingestellt auf schnellen Verkauf und um die Kunden zum Kauf zu bringen. Hingegen Inbound beruht auf Vertrauen, Bindung des Kunden. Es ist wichtig dem Kunden zuzuhören, seinen Bedürfnissen nachzukommen und ihm keine Produkte vorzuschlagen, die er nicht möchte. Mit anderen Worten würde das Marketing-Schlagwort wie folgt lauten: „Nicht stören!“

Inbound

  • Inhalte: Blogs, Podcasts, E-Books, Berichte, Videos, Quiz, Bildungsspiele, Edutainment, SEM
  • Werbung wird angezeigt, wenn der User nach ihr sucht (z.B. wenn das Schlagwort in die Suchmaschine eingetippt wird)
  • Werbeinhalt wird an den Kunden angepasst
  • Interaktion mit dem User: Social Media, Engagement aufbauen
  • Kunde: Prosumer, macht Research, sucht nach Informationen
  • Realer Kunde weiß was er will, er muss es nur finden; bereitet sich auf den Kauf vor, traut den Verkäufern nicht
  • Die Marke geht dem Kunden nach
  • Wir versuchen den Empfänger mit einem attraktiven Köder zu locken (z.B. kostenloses E-Book) >>> Pull-Methode
  • Langfristige Ziele und Relationen mit dem Kunden, Bildung und Bindung der Kunden

Outbound

  • Werbung in der Presse, im Radio oder TV; Banner, Pop-Ups, Empfehlungsdienste, Push-Benachrichtigungen bei Mobilgeräten, Telemarketing
  • Werbung stört: sie wird angezeigt, wenn der User etwas anderes macht als nach einem Produkt zu suchen
  • Werbung wird als Eindringling betrachtet. Blinde Banner, Geringschätzung der Inhalte von Presse- und Fernsehwerbungen
  • Einseitige Relation: Marketer als Adressat
  • Kunde: faul, will dass jemand für ihn die Arbeit erledigt, schätzt Bequemlichkeit und optimiert
  • Impulsiver Kunde, mag Vorschläge, kauft ganz spontan
  • Marke vor dem Kunden: Werbung vor dem Bedürfnis; Marketer weiß besser was der Verbraucher möchte
  • Den Kunden zum Kauf bringen >>> Push-Methode
  • Kurzfristige Ziele: Verkauf im bestimmten Moment

Oft wird diese Relation als Übergang vom „alten“ Push-Marketing bis zum modernen Inbound-Marketing dargestellt.

Hier bestimmen wir 3 Epochen:

  1. Die Vor-Internet-Zeit: Der Zugang zu Informationen über Produkte war beschränkt (es kostete viel Zeit und Energie, um etwas über ein Produkt zu erfahren). So war der Kunde von dem Verkäufer abhängig. Der Verkäufer verfügte über Wissen zu bestimmtem Produkt, so konnte er den Verkaufsprozess kontrollieren.
  2. Anfänge des Marketings im Netz – Push-Marketing: Damals waren Marketer von den Internet Möglichkeiten begeistert. Im Forum oder auf Social Media Kanälen konnte man kostenlos werben! E-Mail zu senden kostet nichts, man muss nichts ausdrucken. Ein Banner, dass den Artikelinhalt auf populären Seiten einbindet, ist sowieso günstiger als Pressewerbung und es ist auffälliger. Man kann seine Effektivität leicht messen. Kein Wunder, dass es mit Spamnachrichten endete, die unerträglich für Kunden und erfolglos für Marketer waren – kaufen ohne Adressen und ohne präzise Targets kann keine zufriedenstellenden Effekte bringen. Marketer versuchten alte Offline-Strategien in eine neue Umgebung einzusetzen, wo die Kampagnen günstiger waren.
  3. Widerstand der Internauten/Verbraucher– Entstehung des Inbounds: Können Sie sich noch an die E-Mail-Postfächer erinnern, die voll mit Spam gefüllt waren? Oder Webseiten, auf denen blinkende Werbung mehr Platz als die eigentlichen Artikel einnahm? Wer würde das schon aushalten? So ist die neue Philosophie des Marketings entstanden. Seth Godin nannte sie „permission marketing” und schnell wurde sie zum neuen Marketing des Millenniums. Sie beruht auf der Auffassung, dass Marketingmaßnahmen nur an die Personen gerichtet werden sollten, die die Zustimmung dafür erteilt haben. E-Mails sollten wir nur an Personen senden, die sich bewusst angemeldet haben und solche Nachrichten bekommen möchten. Statt eine Empfängergruppe mit Bannern zu nerven, ist es besser in einen brauchbaren Artikel in einem Forum zu investieren. So ist Inbound-Marketing entstanden: Eine Auffassung, die besagt, dass der neue Verbraucher, der dank Netzverbindung Zugriff auf viele Informationen hat (z.B. Produktrezensionen, Preisvergleiche), die Kontrolle über den Kaufprozess übernimmt. Deswegen ist die Rolle des Marketers den Verbraucher bei dieser Reise zu begleiten: bilden und Vertrauen aufbauen. Nicht wie es bis jetzt war: mit aggressiven Nachrichten ihn zum Kauf zu bringen.

Klingt idyllisch? Leider ist die Sache nicht so einfach, wie es sich die Inbound-Marketing-Evangelisten wünschen.

Warum funktioniert Inbound-Marketing nicht?

Firmen, die einen Blog führen, generieren um 77% mehr Leads und um 97% mehr Links, als Firmen, die das nicht machen. Es reicht nur ein einziger Beitrag im Monat!

Mit Hilfe von Inbound-Marketing kostet der Gewinn eines Leads um 62% weniger.

79% der Firmen, die Content-Marketing führen, sehen ROI für die Inbound-Marketingmaßnahmen.

Inhalte, die nicht konvertieren

Mit Sicherheit kennen Sie diese Zahlen und sind gerade am überlegen, warum das in Ihrer Firma nicht funktioniert. Sie investieren in Content, produzieren qualitativ hochwertige Materialien, nutzen Ihr Wissen und dann… Kunden lesen gerne Ihre Beiträge aber sie kaufen lieber bei der Konkurrenz.

Authentizität in Social Media

Sie bemühen sich, sich in Social Media zu engagieren, dokumentieren das alltägliche Betriebsleben, wollen authentisch sein, investieren viel Energie, um den Nachrichten einen persönlichen Charakter zu geben und am Ende liken Ihre User Memes mit Katzen statt Ihre Fotos von der letzten Betriebsfeier. Wer hat nicht genug von Katzen-Memes? Anscheinend Ihre Kunden.

Bloß nicht stören

Um der Idee „nicht stören“ nachzukommen, verzichtet man auf Push-Benachrichtigungen und gibt den Kunden freie Hand sich selbst zum Newsletter per Formular anzumelden. Man geht mit der Logik „nicht stören” vor, investiert in gute Inhalte, SEO und Authentizität in Social Media, gebraucht Tools aus dem Pull-Bereich und trotzdem erzielt man keine erwünschten Ergebnisse.

Weil:

  1. Unter Einfluss von Mobilgeräten verändert sich die Art und Weise, wie wir das Internet nutzen. Es nähert sich immer mehr der Art, wie wir Apps nutzen.
  2. Inbound- und Outbound-Kampagnen schließen sich gegenseitig nicht aus, aber sie müssen sich ergänzen. Sonst wird niemand auf Ihre Inhalte oder Social-Media-Kanäle treffen.

Mobilgeräte – wie sie die Marketing-Kommunikation verändert haben?

Mobile verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir Smartphones nutzen, sondern auch die globale Einstellung zu Internet und Kommunikation.

  • 80% der Internetuser nutzen das Internet täglich. Der mobile Verbrauch hat den Desktop-Verbrauch überstiegen. Viele User gebrauchen viel öfter Mobilgeräte zum Internetsurfing und Einkaufen.Man schätzt, dass in den USA M-Commerce von 54,5 Millionen Dollar (2014) bis zu 96,3 Millionen Dollar (2016) steigen wird.
  • E-Commerce zeigt laut Prognosen einen jährlichen Anstieg von 9-11% während M-Commerce jährlich um 26-32% steigt.
  • Global wird geschätzt, dass auf 22 Märkten M-Commerce von 102 Milliarden Dollar auf 291 Milliarden Dollar in 2016 steigen wird.
  • 71% der Marketer denken, dass Mobile ein Schlüsselkanal fürs Unternehmen ist.
  • 68% der Marketer integrieren Mobile-Strategien mit Marketingmaßnahmen.
  • 58% der Marketer verfügen über ein Mobile-Marketing-Team.
  • Mobile Apps werden als die brauchbarsten Marketing-Technologien gesehen.

Fazit? Mobilität

Mobile ist kein Zusatz, kein weiterer Kanal, aber ein Haupt-Tool für Informationssuche, Kommunikation und Einkauf für unsere Kunden. Deshalb fordern manche Spezialisten auf, nicht über einen mobilen Kanal (einer von vielen Kanälen) zu sprechen, sondern über Mobilität als Merkmal des neuen Kunden, seiner Einstellung zum Einkauf und zur Kommunikation mit der Marke.

Mobilität als neues Modell des Kundenverhaltens bedeutet:

  • Nutzung von Mobilgeräten in Situationen oder bei Problemen, in denen wir uns befinden (z.B. wenn unser Auto kaputt geht, suchen wir nach einer Werkstatt), Betonung auf Real Time Marketing;
  • Nutzung der Apps und nicht des Browsers;
  • Personalisierung der Angebote, die genau dem Konzept angepasst sind;
  • Bedienung 24/7.

„(…) Mobile ist keine Vorspeise zum Hauptmenü deiner Marketingstrategie. Es ist kein netter Zusatz, aber eine Notwendigkeit – Mobile-Marketing umfasst das ganze Marketing und deswegen sollten wir unser Denken und unseren Wortschatz ändern – statt mobile Mobilität (mobility).” – Jay Henderson

Appifikation

Aus den oben genannten Daten sehen Sie, dass Verbraucher eher Smartphones statt Computer nutzen. Auf Smartphones nutzen sie Apps statt den Browser. Apps funktionieren etwas anders als Webseiten.

Aktiver Nutzer

Apps liefern uns interaktive Erfahrungen. Im Gegensatz zu traditionellen Webseiten, die Inhalte speichern, dienen Apps der Aufgabenerfüllung. Wir haben sie auf unserem Computerdesktop, in Smartwatches oder auf unseren Smartphones. Apps erleichtern unser Leben, die meisten Kunden nutzen zuerst die App der jeweiligen Marke bevor sie ihre Webseite besuchen – es ist bequemer.

Appifikation

Raj Aggarwal schreibt, dass heutzutage immer mehr Webseiten den Apps ähneln und nennt diesen Trend APPIFIKATION. Wir verlassen langsam die Idee der Webseiten, die ein Behälter zur Inhaltsspeicherung sind. Wir nähern uns den Apps, die uns helfen Aufgaben zu erfüllen und gleichzeitig Daten zu sammeln. Sie können Prozesse verbessern und uns vorschlagen, was wir im konkreten Moment brauchen.

Appification of everything bedeutet, dass sich Empfänger an solche Internetnutzung gewöhnen: sie wollen nicht passiv lesen und suchen, sondern optimal Aufgaben erfüllen. Deshalb ist die Push-Logik die Zukunft des Internets – auf Grund von gesammelten Daten können wir unseren Kunden Lösungen vorschlagen, bevor sie selbst nach Lösungen suchen.

Big Reverse: Push-Logik

Noch vor 5 Jahren hat man angenommen, dass das Internet nur rund um die Pull-Logik funktionieren wird: Sie schalten den Browser ein und suchen nach Informationen bzw. Produkten, als ob Sie einen großen Katalog durchgeblättert hätten. Bei Ihnen liegt die Last zu suchen und zu finden.

Dries Buytaert ist der Meinung, dass damit die Beliebtheit des Inbound-Marketings verbunden ist – es entsprach dem, wie der User das Internet nutzt. Er meint auch, dass diese Epoche gerade zu Ende geht. Vor unseren Augen entsteht das Push-Internet und innerhalb von 10 Jahren wird es gewinnen.

WARUM?

  • Wir sammeln immer mehr Informationen über User – so werden wir besser das Verhalten jeweiliger User vorhersehen können. Marken wie Netflix, Amazon oder Spotify haben Empfehlungsdienste zu eigenen Stärken gemacht.
  • User werden nach wertvollen Angeboten verlangen, die dem Kontext angepasst sind.
  • Immer häufiger werden wir Mobile Apps benutzen – nicht nur auf Smartphones oder Tablets, aber auch auf Wearables und intelligenten Geräten, wo Push-Benachrichtigungen das Hauptmodell der Kommunikation darstellen. Wir werden uns langsam an sie gewöhnen.

„The future of the web is „push-based”, meaning the web will be coming to us. In the next 10 years, we will witness a transformation from a pull-based web to a push-based web.“ – Dries Buytaert

Big Reverse: Produkte und Dienstleistungen werden Sie selber finden

Mit anderen Worten: Produkte und Dienstleistungen werden Sie finden, bevor Sie nach ihnen suchen. Wenn sich Ihr Flugzeug verspätet, bekommen Sie ein Übernachtungsangebot im Hotel, bevor Sie zum Smartphone greifen – alles dank Big Data Analyse. Sie bekommen eine Benachrichtigung über Preisreduzierungen auf Laufschuhe, genau in diesem Moment, wenn Ihre kaputt gehen – dank dem Internet der Dinge und Wearables (es reicht ein kleines Gerät, dass an Ihrem Schuh angebracht ist). Sie bekommen Rabatt auf Kaffee, wenn Sie beim Café vorbeigehen – durch Beacons und Geolokalisierung. Die App wird Sie daran erinnern, dass Sie mit Ihrem Auto zur Wartung müssen – sie weiß, wie viele Kilometer Sie gefahren sind.

Sie müssen nicht mehr in die Suchmaschine Wörter wie Übernachtung, Schuhe, Café und Mechaniker eingeben. Das erledigen verschiedene Apps, Medien oder Plattformen für Sie. So funktioniert bereits Facebook oder Google Now: Sie suchen nicht nach Informationen – die Plattformen schlagen auf Grund von gesammelten Daten sie selber vor.

Das Internet ist kein Katalog – es wird zum virtuellen Assistenten.

 

Praktische Lösungen: neues Push-Marketing kurbelt die Inbound-Maßnahmen an

Dynamische Banner

Die Tatsache, dass Webseiten immer mehr den Apps ähneln, bedeutet, dass sie weniger statisch werden,
dafür aber immer mehr dynamischer.

Statische Webseite
Auf solcher Seite:

  • jeder User sieht den gleichen Inhalt
  • der User ist passiver Verbraucher der Inhalte

Dynamische Webseite
Auf solcher Seite:

  • jeder User sieht ein wenig andere Inhalte z.B. andere Produktvorschläge oder empfohlene Artikel
  • User-Handlungen bilden den Seiteninhalt – er verändert sich in realer Zeit, je nach dem, was der User macht oder wonach er such

Dynamische Banner

Wie kann man solche Effekte erzielen? Eine der Lösungen ist es dynamische Banner einzuführen. Ein dynamisches Banner ist eine Kreation, die keinen fertigen und festgelegten Inhalt hat. Je nach Situation wird sie aktualisiert. Das bedeutet, dass die Person A andere Produkte als Person B auf dem Banner sieht.

Kriterien, unter denen die Produkte ausgewählt werden:

  • Interessen des Users
  • Ort, an dem User ins Internet geht
  • Engagement des Kunden (Scoring)

Auf diese Art und Weise erhöhen Sie nicht nur den Umsatz, verbessern aber auch die Qualität der User-Erfahrung: Der User fühlt, dass die Seite ihm angepasst ist, seinen aktuellen Bedürfnissen entspricht und wie ein Assistent ihm Tipps gibt.

Erfolgreiche Inhalte

Marketer schreiben oft interessante Inhalte. Doch ein Blog ist kein Ort, an dem sich Ihre geheime Schreibleidenschaft aktivieren soll. Literarischer und meritorischer Wert sind Eins; Sie müssen sich darum kümmern, dass Beiträge, Infografiken, E-Books und Podcasts eine wichtige Rolle auf der Kaufreise des Kunden spielen und die vorher angenommene Funktion erfüllen. Denken Sie daran, dass Ihre Inhalte an Benutzer gelangen müssen – man vergisst oft, dass man den vorbereiteten Content nicht nur herstellen muss, aber auch bewerben und vertreiben, damit er an Empfänger gelingt und seine Funktion erfüllt.

Die meisten Fehler beim Content-Marketing:

  • Fehlende Regelmäßigkeit bei der Contenterstellung: wenn die Empfänger merken, dass Ihr Blog tot ist, haben sie nicht nur keine Motivation, um ihn wieder zu besuchen, aber sie verlieren auch das Vertrauen;
  • Inhalte werden nicht den Empfängern angepasst: auf welcher Grundlage erstellen Sie den Redaktionsplan und die Inhalte? Untersuchen Sie, welche Inhalte meistens gelesen werden, welche am besten konvertieren, welche in Social Media beliebt sind? Oder nutzen Sie das Feedback anderer Abteilungen, um zu erfahren, welche Informationen Kunden oder potenzielle Kunden suchen?
  • Kein Ziel: welche Rolle sollen Inhalte in Ihrer Strategie erfüllen?
  • Keine Werbung: glauben Sie nicht daran, dass ein guter Content sich selbst verteidigt.

Sie müssen genauso viel Energie und Zeit investieren, um Informationen den potenziellen Kunden zu vermitteln. Dies können Sie in Social-Media-Kanälen, Foren, Gruppen und dank E-Mail-Marketing machen – doch es dauert und kostet. Ohne diese Komponente wird es schwierig sein an Empfänger zu gelangen.

Keine Tools für die Leadgenerierung: Inhalte dienen uns oft der Gewinnung neuer Empfänger. Super, er ist bereits auf Ihrer Webseite! Sie haben für die Contenterstellung und -bewerbung bezahlt, und jetzt… der Leser macht sich mit Ihrem Text vertraut, er gefällt ihm sogar (es ist ein wertvolles Material, das viel kostete)… und? Was haben Sie davon? Der Empfänger verlässt die Webseite. Er hat nichts gekauft und Sie wissen nicht, ob er zurückkommt. Welchen Gewinn hat Ihnen dieser Inhalt gebracht? Sie müssen Ihren Content in Leads umsetzen (Kontaktdaten sammeln). Dazu brauchen Sie Kontaktformulare, Pop-Ups, Welcome Mats oder andere Lösungen, dank denen Sie die Adresse erwerben können. So werden Sie die Relation mit dem Empfänger aufrechterhalten und mit ihm in Kontakt bleiben: senden Sie Lead Nurturing und Newsletters, sowie personalisieren Sie die Inhalte.

Guter Content verteidigt sich selbst? Es ist ein Mythos!

Ziele der Inhalte:

  • Gewinnung neuer User;
  • Wissen vermitteln: Entscheidung einfacher treffen;
  • Bindungen aufbauen, die Empfänger zusammenführen: Problemlösungen, Herausforderungen stellen, Ideen liefern.

Ratschläge:

  • Vergessen Sie die Leadgenerierung nicht: verwenden Sie Kontaktformulare, Pop-Ups, etc. Personalisieren Sie sie mit Marketing Automation;
  • Setzen Sie den Inhalten ein konkretes Ziel;
  • Legen Sie Ihren eigenen Publikationsrhythmus fest und halten Sie sich daran;
  • Erstellen Sie gute und wertvolle Inhalte. Sie brauchen keine Müllartikel, die Ihnen keinen Nutzen und keine neuen Leser bringen, sowie Inhalte, die von Bots nicht gut angesehen werden (in diesem Fall zählen Sie nicht auf SEO);
  • Nehmen Sie sich Zeit und Geld, um die Inhalte zu bewerben;
  • Wenn Sie keine Inspiration haben, verarbeiten Sie einen alten Text zu Präsentationen oder Infografiken,
    verwandeln Sie ein paar Beiträge in ein E-Book, aktualisieren und ergänzen Sie Daten im Post mit Statistiken oder auf andere Art und Weise, nutzen Sie neu bereits erstellte Materialien. Statt etwas nicht wirklich Wertvolles zu schreiben, verwenden Sie etwas, was gut und nützlich ist;
  • Testen Sie keine Standardformen der Inhalterstellung, sondern anspruchsvollere. Es geht um Videos, Spiele oder Quiz;
  • Legen Sie fest und messen Sie den KPI bei den Content-Marketing-Maßnahmen. Dazu zählen: Traffic auf der Webseite, Anzahl neuer Kontakte, Social-Media-Reaktionen, Anzahl der Aufrufe, Umsatz. Dank präzisen Angaben ist es einfacher, die Inhalte zu optimieren;
  • Kein Spam;
  • Passen Sie die Inhalte dem Kontext an.

Pop-ups

Pop-Ups werden immer beliebter. Viel mehr, sie sind nicht nur ein Designelement der Webseite, sondern sie machen eine Verwandlung durch – dank Big Data entsprechen sie den User-Bedürfnissen im gegebenen Moment.

Wenn Sie auftretende Pop-Ups an aufdringliches und aggressives Marketing aus den 90ern erinnern, bemerken Sie, dass:

  • sie mit der Push-Logik funktionieren: sie schlagen dem User vor, was er machen soll, bevor er es selber erkennt;
  • sie ausgezeichnete Tools sind, die den Umsatz erhöhen – perfekt angepasste Empfehlungsdienste;
  • Pop-Ups die Kontaktgewinnung sogar um 1375% erhöhen;
  • personalisierte Kontaktformulare in Pop-Ups die Kontaktgewinnung um 45% (im Vergleich zum traditionellen Pop-Up, das gleich für alle ist) erhöhen;
  • Armando Roggio, ein Experte von Practical Ecommerce, sie für den besten Trend der Onlineshops im Jahr 2016 hält.

Pop-Ups sind eine weitere Dimension der Appifikation: es entsteht eine Interaktion zwischen der Webseite und dem Empfänger. Die Seite wartet nicht statisch bis er anfängt ihre Inhalte durchzusehen. Ganz im Gegensatz. Statt passiv zu warten, zeigen Sie dem User, was er machen soll, was für ihn das Beste ist.

Web-Push

Webseiten passen sich den Apps nicht nur in ihrer Benutzungsform an, sondern auch in Design und konkreten Lösungen.

Bei vielen Browsern kann man die Push-Benachrichti-gungen auf den Webseiten nutzen. Die. sog. Web Push’s sind ein Beispiel dafür, dass Webseiten die Apps-Logik übernehmen.

Wie funktioniert es?

Wenn Sie eine Seite besuchen, die diese Benachrichtigungen unterstützt, wird eine Anfrage angezeigt, ob Sie Push-Benachrichtigungen erhalten möchten. Wenn Sie zustimmen, wird Ihnen die jeweilige Webseite Benachrichtigungen schicken, unabhängig davon, ob Sie den Browser eingeschaltet haben. Auf dem Desktop wird eine Benachrichtigung erscheinen, die das Logo und den Inhalt der Seite beinhaltet.

Die Benachrichtigungen funktionieren sowohl auf Desktop-Browsern, als auch auf Mobilgeräten.

Wer benutzt sie?

Wie kann man sie nutzen?

  • Schreiben Sie kurz und bündig: maximal 120.
  • Verwenden Sie Web Push, um über zeitbegrenzte Angebote zu informieren.
  • Nutzen Sie den sozialen Beweis.
  • Personalisieren Sie sie!
  • Überwachen Sie die Effektivität (dank CTR).

Mobile Marketing

User vertreiben ihre Zeit mit Apps um 65% länger als vor 2 Jahren. In dieser Zeit ist die Anzahl der Apps, die sie nutzen, um 3,5 gestiegen, was bedeutet, dass die Loyalität den vorher genutzten Apps gegenüber stärker wurde.

Marketer im B2B- und B2C-Marketing beobachten höhere Effektivität eigener Maßnahmen, wenn diese mit Mobile integriert sind.

Leistungskennzahlen beim Mobile Marketing

Um ernsthaft Mobile Marketing zu betreiben, müssen Sie klare Ziele und den KPI bestimmen: die Effektivität der unternommenen Maßnahmen und die Sicherheit, dass Sie sie messen können.

Zum KPI des E-Mail-Marketings gehören:

  • Traffic auf der Webseite aus Mobilgeräten;
  • Konversionen;
  • Leadgenerierung;
  • Anzahl der Interaktionen im mobilen Kanal.

Tools: Mobile Marketing Automation

Außer KPI brauchen Sie Technologien, die Ihnen ermöglichen werden, Kontaktdaten Ihrer Kunden zu sammeln und Nachrichten zu personalisieren. Es geht hier um die Mobile Marketing Automation Lösungen (wie http://www.appmanago.com/ – engl. Version).

Was bringt Mobile Marketing Automation?

  • Analyse des User-Verhaltens in der App;
  • Analyse anderer Apps, die auf dem Gerät installiert sind;
  • Personalisierte Nachrichten und Push-Benachrichtigungen (Segmentierung der User, 1-zu-1 Kommunikation);
  • Informationsaustausch zwischen der Plattform Mobile Marketing Automation und der traditionellen Marketing Automation (wenn wir beide Quellen nutzen, bereichern wir unser Wissen über User);
  • Automatisierung von Mobile Marketing.

Push-Benachrichtigungen

Die Push-Benachrichtigungen gehören zu den wirkungsvollen Tools des gegenwärtigen Marketers, vorausgesetzt, dass:

  • sie personalisiert sind: dem Empfängerprofil, seinen Interessen, Einkaufsverläufen und seinem Verhalten angepasst sind;
  • sie zum Kontext passen: d.h. zur Situation. Berücksichtigen Sie Zeit, User-Lokalisierung, seine Gewohnheiten, Bedürfnisse;
  • sie 1-zu-1 und nicht massenweise verschickt werden;
  • sie maßvoll angewendet werden;
  • sie nur an User versendet werden, die ihre Zustimmung dafür gegeben haben;
  • sie wertvolle Inhalte beinhalten;
  • sie nicht nur dem Inhalt, aber auch dem Engagement der Empfänger angepasst sind (d.h. Personen, die öfter und aktiver Apps nutzen, bekommen mehr Benachrichtigungen als die weniger aktiven User);
  • sie den Bedürfnissen des Kunden zuvorkommen: dank Big Data und Empfehlungsdiensten können wir vorhersehen, welche Produkte oder Dienstleistungen in der nahen Zukunft attraktiv für den jeweiligen User werden.

Push-Benachrichtigungen in Zahlen:

  • das Engagement bei Usern, die Push-Benachrichtigungen eingeschaltet haben, ist um 88% größer als bei denen, die die Benachrichtigungen nicht nutzen;
  • 80% der Personen, die die Push-Benachrichtigungen eingeschaltet haben, sind zufrieden, dass sie Benachrichtigungen bekommen;
  • 60% der User schalten die Benachrichtigungen aus. Warum? Schuld ist nicht das Übermaß der Benachrichtigungen, sondern ihre Fehlanpassung.

In diesem Sinne sind Push-Benachrichtigungen eine Art der Vorlage, wie das Internet in 10 (oder mehr) Jahren aussehen wird.

Empfehlungsdienste

Empfehlungsdienste realisieren ausgezeichnet die neue Logik: „wisse, was der Kunde will, bevor er es selbst weiß, und biete es ihm an“. Wir kommen den Bedürfnissen unserer Kunden zuvor, z.B. dank den Empfehlungsdiensten wie Next Gen.

Wie funktioniert es?
Next Gen für E-Commerce ist ein Modul, das folgendes analysiert:

  • Was der jeweilige Kunde angeklickt hat;
  • Was der jeweilige Kunde angesehen hat;
  • Was der jeweilige Kunde gekauft hat.

Regelmäßigkeiten global bestimmen

Solche Analyse wird nicht nur für individuelle Empfänger, aber auch für die ganze Datenbank, d.h. global durchgeführt. Auf diese Weise beginnt das System die Regelmäßigkeiten bei Kundenverhalten wahrzunehmen und verbindet Produkte, die Kunden ansehen oder kaufen. Anders gesagt: das Modul erkennt, dass Kunden, die das A-Produkt kaufen, auch das B-Produkt kaufen, also wenn das Modul das Interesse eines Users am A-Produkt erkennt, kann ihm das B-Produkt vorschlagen. Auf Grund dieser Analyse können wir beliebte Produkte und Kategorien lokalisieren.

Perfekt angepasste Vorschläge
Auf diese Art und Weise können Sie Daten nutzen:

  • über konkreten User: seine Hobbys, Verhaltensabläufe, gesuchte oder gekaufte Produkte;
  • über unsere Datenbank: über beliebte Produkte und Kategorien, welche Produkte wurden zusätzlich angesehen oder gekauft.

und sie in präzise Produktvorschläge für Empfänger
umsetzen. Solche Vorschläge können Sie z.B.:

  • in E-Mails
  • auf dynamischen Bannern
  • auf Pop-Ups
  • in Push-Benachrichtigungen einsetzen.

Empfehlungsdienste sind ein ideales Beispiel dafür, wie die neue Push-Logik funktioniert, wo die Marke die User-Interessen übertrifft, doch die Mitteilung wird nicht als aggressiv betrachtet, weil die Nachricht präzise personalisiert wurde.

Fazit

  • Glauben Sie nicht daran, dass „gute Inhalte sich selbst verteidigen“. Investieren Sie zusätzlich in Inbound und nicht anstatt von Push-Strategien.
  • Investieren Sie in den Mobile Kanal (besonders in Marketing der Mobile Apps, Mobile Marketing Automation Technologien, präzisen KPI, um die Effektivität Ihrer Maßnahmen zu messen).
  • Verwenden Sie Push-Lösungen: Push-Benachrichtigungen, Pop-Ups, etc., vor allem als 1-zu-1-Marketing.
  • Wenn Sie im E-Commerce tätig sind, verwenden Sie Empfehlungsdienste.
  • Webseiten werden den Apps immer ähnlicher. Das bedeutet, dass sie dynamischer und weniger auf statische Speicherung der Inhalte eingestellt werden.
  • Nutzen Sie Marketing-Technologien, dank denen Sie:
    • Daten über Kunden aus mehreren Quellen sammeln können;
    • Mitteilungen in allen Kanälen personalisieren können;
    • die Synergie von Desktop und Mobile ausnutzen können;
    • Kommunikationsformen wie: dynamische Banner, Pop-Ups, Push-Benachrichtigungen, Empfehlungsdienste, Web-Push bedienen und personalisieren können.