Das ist ER – der mythische Datenbank-Buster, der Albtraum von KPIs und der Bogeyman der Marketingabteilung: OPT-OUT.

Der Begriff Opt-out bedeutet nicht mehr und nicht weniger als eine Reihe von Methoden, die es Benutzern ermöglichen, Inhalte von einem bestimmten Absender zu stoppen. Es ist in der Regel mit E-Mail-Marketing verknüpft, aber es kann auch von Browser gesendete Web-Push-Benachrichtigungen betreffen oder Push-Benachrichtigungen, die direkt mit dem Marketing der Mobile Apps verbunden ist.

 

Der Umfang des Problems scheint gering zu sein – die durchschnittliche Opt-out Rate des Vorjahres lag bei 0,53%, was 0,03% weniger als im Vorjahr ist. Im Allgemeinen wird angenommen, dass wenn die Rate weniger als 2% beträgt, befindet sich der Empfänger im Marktnormwert.

Wenn man bedenkt, dass im B2B-Bereich die CTR in der gleichen Zeit nur 1,4% betrug (es bedeutet, dass jede dritte Person, die auf den Link geklickt hat, sich vom Newsletter abgemeldet hat!), ist es empfehlenswert sich zu überlegen, wie man diese Leute noch mal überzeugen kann oder zumindest versucht dies zu tun.

Es können viele Gründe für die Abmeldung geben. Um nicht weit suchen zu müssen, nennen wir die häufigsten:

  • uninteressante, irrelevante Inhalte,
  • zu häufiger Versand,
  • bessere Informationskanäle gefunden.

Hier präsentieren wir Ihnen 3 Ideen der Kontaktreaktivierungsstrategie.

Taktik #1: „Social Media“

Ohne einen Kanal verlieren Sie noch nicht die Kommunikation mit bestimmtem Empfänger. Facebook ist derzeit die beliebteste Social Media Plattform.

  • Die Anzahl der monatlichen aktiven Benutzer (MAU) auf Facebook beträgt 1,59 Milliarden mit einer jährlichen Wachstumsrate von 14%;
  • Die Anzahl der täglichen aktiven Benutzer (DAU) beträgt 1,04 Milliarden (Dez. 2015) mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17%;
  • Nur in Europa gibt es 307 Millionen Privataccounts auf Facebook;
  • Facebook ist die beliebteste Plattform bei Personen im Alter von 25–34. 29,7% Menschen aus dieser Altersgruppe nutzen Facebook;
  • Ein durchschnittlicher Besuch auf diesem Portal dauert 20 Minuten.

Facebook Ads Integration mit Marketing Automation Prozessen ermöglicht es den Marketern, die Marketing-Botschaft zu automatisieren und zu personalisieren, um an die bestimmten Kunden und deren Gruppen zu gelangen.

Diese Integration ermöglicht es, die Lücke in der Einsicht der Marketer in den Social Media zu erfüllen: die meisten von ihnen geben es zu, dass sie Facebook für geschäftliche Zwecke nutzen, aber nur 45% denken, dass diese Aktionen tatsächlich Effekte bringen (Research bei Social Media Examiner, 2015).

Da die Automatisierung von Anzeigen oder gesponserten Beiträgen auf beliebigen CRM-Daten basieren kann, z.B. Daten über die Abmeldung aus dem Newsletter, kann man leicht eine Reaktivierungs-Kampagne in diesem Kanal vorbereiten und automatisieren.

Taktik #2: „Display Kampagne“

Wir alle kennen das Remarketing von Google sowie das RTB-Remarketing. Nehmen wir das einfachste Beispiel: Sie schauen sich ein paar Bücher in einer Online-Buchhandlung an, aber Sie fügen weder eins von ihnen in den Warenkorb, noch lassen Sie keine Daten auf der Website. Und dann, auf einer völlig anderen Website sehen Sie die AdWords-Box, die Ihnen eine Anzeige oder Rahmen mit der genauen Produktkategorie, die Sie zuvor gesehen haben, anzeigt.

Die Integration von Anzeigen in RTB-Netzwerken mit Marketing Automation Plattform erweitert Möglichkeiten, welche diese Netzwerke bieten, bei der Berücksichtigung einer breiten Palette von Verhaltens- und Transaktionsdaten bei der Personalisierung von angezeigten Inhalten.

Es gibt viele Verwendungen für diese Integration. Sie können zum Beispiel die unglückselige E-Mail überspringen und die Integration für Folgendes nutzen:

  • Anzeigen von Produkten, die auf den letzten Kauf abgestimmt sind – als Reaktion auf ein externes Ereignis (wie z.B. Kauf) können Sie komplementäre Produkte oder andere verwandte Produkte anzeigen.
  • Anpassung des Inhaltes zu Produktlebenszyklus – einige Produkte sind von begrenzter Haltbarkeit oder werden sehr regelmäßig gekauft. Sie können ein Erinnerungsangebot per E-Mail senden, aber wenn Sie keine solche Möglichkeit haben, denken Sie an die Verwendung von RTB-Netzwerken.
  • Anpassung der Mitteilung zu Kundenlebenszyklus – zum Beispiel, wenn jemand Kleidung für ein Baby vor einem Jahr gekauft hat, können Sie jetzt eine neue Kampagne mit Produkten starten, die für ein einjähriges Kind geeignet sind.
  • Ermutigung für ein erneutes Opt-in – zeigen Sie konkrete Vorteile, die man dank der Zustimmung für den Erhalt von Marketing-Nachrichten gewinnt: Rabatte, Teilnahme an Verlosungen, kostenfreie Inhalte, usw.

Taktik #3: „Website Marketing“

Wenn jemand Ihre Nachrichten nicht mehr erhalten möchte, bedeutet dies nicht, dass er oder sie den Kontakt mit Ihnen völlig abbrechen will. Das ist eher ein Zeichen dafür, dass Sie etwas im gegebenen Kommunikationskanal nicht richtig machen. Geben Sie Ihr Bestes, um Ihre Website für besucherfreundlich zu gestalten:

Zeigen Sie Ihren Benutzern solche Inhalte, die ihren Erwartungen gerecht werden und gleichzeitig dazu beitragen, dass sie sich für den Newsletter neu entscheiden. E-Mail-Marketing hat nicht nur den Status als der bequemste Kommunikations-Kanal beibehalten, sondern er erlebt Renaissance.

Ein letzter Tipp – finden Sie heraus, warum eine gegebene Person sich vom Newsletter abgemeldet hat. Mit solchem Wissen werden Sie in der Lage sein, Ihre Handlungen zu verbessern, um die Abmeldungszahlen zu minimieren und solche E-Mails zu erstellen, die Menschen eifrig lesen werden.

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