Und heute etwas für die harten Jungs. Wie erstellt man eine lästige und erfolglose E-Mail-Kampagne? Im Folgenden finden Sie bewährte und weit verbreitete Praktiken, die nicht nur eine bestimmte Kampagne ruinieren, sondern auch die Zustellbarkeit Ihrer Nachrichten für Jahre senken und das Vertrauen der Empfänger ruinieren können! Die meisten von ihnen beruhen darauf, dass wir Angst vor Kunden haben und die Kommunikation mit ihnen ablehnen.

Los geht‘s!

 

Aufbau der Liste und Spam

  1. Je mehr, desto besser: senden Sie E-Mails sogar jeden Tag, denn der Benutzer kann Sie schnell vergessen. Es kann sein, dass Sie den Moment verpassen, in dem er sein Geld ausgeben möchte? Jedes Mal, wenn er Ihre Nachricht in seinem Posteingang sieht, wird die Verbindung zwischen Ihnen und dem Benutzer immer stärker und der Empfänger gewöhnt sich an die Marke.
  2. Selten oder unregelmäßig: versenden Sie Newsletter ohne Plan. Nach Lust und Laune. Seien Sie unberechenbar. Im Endeffekt wissen die Empfänger nicht, was sie davon halten sollen, wenn sie zwei E-Mails innerhalb einer Woche nach einem Jahr Ihres Schweigens erhalten.
  3. Entfernen Sie niemals Kontakte aus Ihrer Liste: es kostete Sie viel Zeit und Energie, diese Liste aufzubauen. Geben Sie also keinen einzelnen Kontakt auf, egal, dass er inaktiv ist. Glauben Sie nicht an den Mythos der Datenbankhygiene!
  4. Funktioniert der Abmelde-Link? Ist er da eigentlich vorhanden? Eigentlich haben Sie es nie kontrolliert und sich niemals darum gekümmert. Ah ja, Ihre Empfänger wollen einfach nicht Ihren Newsletter abbestellen, weil er so großartig ist!
  5. Überlisten Sie den Kunden: Fügen Sie der Betreffzeile „Re:“ oder „Fwd:“ hinzu, damit er denkt, dass Ihre E-Mail ein Teil einer bestehenden Konversation ist. Wenn er die Nachricht öffnet, gehört er Ihnen!
  6. Einwilligung? Nun, wenn Sie eine E-Mail auf irgendwelche Weise erhalten haben, gehört sie einfach Ihnen und Sie können damit alles tun, was Sie nur wollen. Ein potenzieller Kunde ist ein potenzieller Kunde, nicht wahr? Vergessen Sie das Double-opt-in-Verfahren – es ist reiner Unsinn!

Betreffzeile und Inhalt Ihrer E-Mails

  1. Verlockende Betreffzeile: es geht doch darum, den Leser zum Klicken zu bringen und dabei ist kein Zögern möglich. Verführen Sie ihn mit Sonderaktionen, verwenden Sie CAPS LOCK und viele Ausrufezeichen!!! Nichts funktioniert besser als übertriebene Interpunktion – es deutet deutlich darauf hin, dass Sie etwas Wichtiges zu sagen haben.
  2. Langweilige Betreffzeile: der Empfänger weiß doch, dass der Newsletter von Ihnen immer spannend ist. Verschwenden Sie also keine Zeit mit einer sorgfältigen Gestaltung der Betreffzeile. Außerdem, was ist falsch an „Unser November-Newsletter“?
  3. Viel Inhalt, viele Worte: es ist doch allgemein bekannt, dass den Empfänger nichts besser entspannt als ein langer Newsletter, der nach dem langen Tag in seinem Posteingang auf ihn wartet. Darum lieben die Menschen dicke Bücher!
  4. CTA? Die Benutzer sind nicht dumm: sie wissen doch, dass sie klicken und kaufen sollen. Warum sollte man es explizit sagen? Es gibt bereits genug Inhalt in der E-Mail!
  5. E-Mail = Angebot: zu welchem anderen Zweck würden Sie ein Mailing senden, wenn nicht mit einem Angebot? Das Wissen oder den Rat zu teilen ist nicht Ihre Aufgabe. Wenn Ihre Benutzer etwas wissen wollen, können sie doch danach selbst suchen oder Sie anrufen. Sie sind nicht wegen ihrer Bequemlichkeit hier, oder?
  6. Inkohärenz: versenden Sie E-Mails von verschiedenen Absendern und ignorieren Sie ein einheitliches visuelles Konzept. Wozu auch?
  7. Link zu Ihrer Homepage oder zur Kategorie mit Tausenden von Produkten: dedizierte Zielseiten kosten zu viel Arbeit – es lohnt sich nicht für jede Kampagne eine Zieleseite aufzustellen.
  8. Ich, ich, ich. Es ist schon klar: Ihr Newsletter und Sie sind hier am wichtigsten. Konzentrieren Sie sich auf die Beschreibung Ihres Produktes und darauf, warum es so großartig ist. Interessieren Sie sich nicht all zu viel für den Kunden und vermeiden Sie Tools, die Sie an ihn gefährlich annähern könnten, wie zum Beispiel die Buyer Persona.

Personalisierung

  1. Senden Sie nur Massenmailings: wenn Sie sich so viel Mühe gegeben haben, um das Mailing vorzubereiten, so bedeutet das, dass es gut ist und für alle perfekt sein wird. Wozu brauchen Sie eigentlich die doofen dynamischen 1-zu-1 Mails?
  2. Mehr Marketing in den Transaktionsnachrichten: jede Gelegenheit dem Kunden die Größe Ihres Angebots mitzuteilen, ist gut! Daher überfüllen Sie die Transaktionsmails mit Marketinginhalten, sodass für den Benutzer schwierig wird, die benötigten Informationen zu finden (z.B. wann kommt seine Bestellung an). Mehr, mehr Angebote!
  3. Personalisierung ist für Weichlinge. Schließlich interessiert sich die ganze Welt für Ihr gesamtes Angebot – warum sollten Sie die Kommunikation profilieren? Gibt es wirklich Leute, die sich nicht für Rasenmäher interessieren?
  4. Die E-Mail ist eine Einwegkommunikation: Sie sprechen, der Kunde hört zu. Es ist absurd, ihm Fragen per E-Mail zu stellen und ihm erlauben auf Ihren eigenen Newsletter zu antworten oder sein Verhalten (Klicks) als Antwort zu interpretieren.

Analyse und E-Mail-Marketing-Tools

  1. Die A/B-Tests sind reine Zeitverschwendung: wirklich ändert es etwas, wenn der Knopf nicht grün ist? Sicher nicht, vor allem nicht, wenn man so tolle Inhalte hat!
  2. Gibt es etwas Langweiligeres als Analyse? Nein. Sie können doch ein Auge auf die Berichte und Statistiken werfen aber was sollen Sie damit machen?
  3. Wie sieht Ihre E-Mail auf Mobilgeräten aus? Keine Sorge, niemand benutzt Mobilegeräte, um E-Mails zu lesen. Dafür gibt es doch einen Computer!
  4. Verwenden Sie keine Marketing Automation: Sie benötigen doch keine Personalisierung der E-Mails oder Optimierung der Lieferzeit, und verachten Sie die dynamischen 1-zu-1 Nachrichten. Marketing Automation ist ein unnötiger Luxus.

Die Angst ist die Quelle von Fehlern

Woher kommen meistens die E-Mail-Marketing-Katastrophen? Wie die obige Liste zeigt, aus Angst. Sie haben Angst Chancen zu verlieren, verschiedene Lösungen zu testen, neue Tools anzuwenden und vor allem tatsächliche Kunden zu konfrontieren. Es ist leichter, sie als eine homogene, abstrakte Masse zu betrachten. Die Masse wird alles akzeptieren, nicht widersprechen, sie ist abstrakt. Wenn Sie über bestimmte Kunden denken, deren Bedürfnisse und Gefühle, können Sie sehen, dass Ihr Marketing einfach nicht richtig funktioniert. Warum sollte jemand darauf klicken? Ist das Thema wirklich aufregend? Sollte all meine Datenbank diese Nachricht lesen?

Haben Sie keine Angst vor Ihren Kunden. Und hören Sie auf, über sie als eine einheitliche Sammlung zu denken, die all Ihre Praktiken akzeptiert. Beginnen Sie eine vernünftige Personalisierung und Kommunikation: fragen Sie nach! Führen Sie Umfragen durch! Ziehen Sie Schlüsse aus der Analyse (die Klicks Ihrer Nutzer sind Antworten auf Ihre Nachricht – versuchen Sie, sie zu interpretieren und zu verstehen)! Testen Sie!

 

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