„Niemand liest meine E-Mails!“ – sicherlich wäre dieser Satz unter den TOP der Marketingprobleme von Marketern. Kein Wunder: Ihre Empfänger bekommen jeden Tag so viele E-Mails, sodass sie gelernt haben, einige davon zu ignorieren (wenn sie all diese E-Mails lesen würden, hätten sie keine Zeit für etwas Anderes!). Sie werden von E-Mail-Programmen unterstützt, die – wie Gmail – die Newsletter sorgfältig an einen separaten Ordner leiten. Wie geht man damit um und erhöht die Öffnungsrate Ihrer Nachrichten? Wir präsentieren 16 Ideen.

Betrachten Sie sie nicht als objektive Weisheit und Richtlinien für unkritische Implementierung, sondern als Ankerpunkte für Tests. Sehen Sie, welche Elemente Ihrer Kommunikation optimiert werden können (oft beachten wir sie gar nicht und sie sind entscheidend für die Wirksamkeit der Kampagne) und basteln Sie an ihnen herum. Probieren und messen Sie!

1. Absendername

Was wird im Feld „Von“ Ihrer Nachrichten angezeigt? Die Empfänger bevorzugen es, Nachrichten von bestimmten Personen zu erhalten, nicht von anonymen Marken. Testen Sie einige Optionen:

  • {Vor- und Nachname}
  • {Vorname} von {Firmenname}
  • {Vor- und Nachname}, {Firmenname}

Es ist wichtig, den Namen des Absenders als einen wichtigen Faktor zu erkennen, der die Entscheidung von Öffnen oder Löschen einer E-Mail beeinflusst, und mehrere Konfigurationen zu überprüfen. Vielleicht wird die Verwendung von Namen besser funktionieren? Vielleicht funktionieren manche Namen besser als andere?

2. Passen Sie die Versandzeit an den individuellen Benutzer an

Anstatt nach willkürlichen Versandzeiten zu suchen, verwenden Sie eine Plattform, die für jeden Kunden individuell die beste Versandzeit auswählt. Verfolgen Sie das Verhalten der Empfänger und passen Sie die Kommunikation an sie an – es ist sinnlos, nach einem optimalen Zeitpunkt für alle Empfänger zu suchen.

3. Personalisieren Sie die Betreffzeile

Wenn wir über die Personalisierung der Betreffzeile sprechen, geht es nicht nur darum den Namen des Empfängers hinzuzufügen, obwohl dies bereits die OR erhöht.

Bessere Ergebnisse bringt die Anpassung des Nachrichteninhalts an die Interessen des einzelnen Empfängers. Wenn Sie in der Betreffzeile auf Produkte oder Kategorien verweisen, die für einen bestimmten Benutzer von Interesse sind, können Sie die Öffnungsrate Ihrer Nachricht deutlich erhöhen.

Wir mögen Lieder, die wir bereits kennen, und wir interessieren uns auch für Produkte, an denen wir schon interessiert waren. Dies entscheidet über die beeindruckende Öffnungsrate von Nachrichten mit aufgegebenem Warenkorb. Unser Kunde, der Online-Shop C21 Be Brave stellte fest, dass Nachrichten, die aufgegebene Warenkörbe wiederherstellen, eine um 193% höhere OR zeigen als herkömmliche Massen-E-Mails.

Aus diesem Grund sollten Sie dynamische Nachrichten, die von Marketing Automation Plattformen angeboten werden, anwenden.

Wollen Sie mehr erfahren? Lesen Sie das Wissenskompendium zu dynamischen Nachrichten.

4. Segmentieren Sie

Bevor Sie eine Nachricht senden, denken Sie darüber nach, für wen sie attraktiv ist. Sind Sie sicher, dass Sie sie an die gesamte Datenbank adressieren sollen? Müssen Sie eine Nachricht wie: „Nehmen Sie an unserem Treueprogramm teil“ an Personen senden, die bereits daran teilnehmen? Müssen Kunden aus dem ganzen Land über die Veranstaltung in Berlin informiert werden? Möchten Sie den Männern eine Nachricht über das Sonderangebot auf High Heels schicken?

Im E-Mail-Marketing geht es nicht nur darum, was Sie senden, sondern auch darum, was Sie nicht senden. Wenn alle oder die meisten Ihrer Nachrichten relevant oder wertvoll sind, öffnet der Kunde Ihre Nachrichten. Wenn Sie ihm jedoch Informationen senden, die aus seiner Sicht wertlos sind (d.h. Angebote, die ihn nicht betreffen), wird er Ihre Absenderadresse mit einem Gefühl der Enttäuschung assoziieren.

5. Seien Sie konkret

Verwenden Sie Listen, Zahlen und Eigennamen. Bestimmen Sie genau das Problem, das Sie adressieren, oder den Vorteil, den Sie bieten.

Seien Sie auch kurz und bündig. Vermeiden Sie Worte, die nichts beitragen! Bedenkt man, dass 53% der Öffnungen auf Mobilgeräten stattfinden, sollte Ihre Betreffzeile 50 Zeichen lang sein (oder mindestens in den ersten 50 Zeichen sollten die wichtigsten Informationen enthalten sein). Sie können es sich nicht leisten, diesen wertvollen Platz zu verschwenden.

Wenn Sie also eine Betreffzeile erstellen, fragen Sie sich selbst nach der Funktion jedes enthaltenen Wortes: vermittelt es einen Wert? Ist es ein Wort der Macht (siehe unten)? Benötigt es Syntax-Logik? Vielleicht kann es kürzer formuliert werden?

64% der Nutzer öffnen Nachrichten aufgrund der Betreffzeile, daher lohnt es sich, ihr etwas mehr Zeit zu widmen.

6. Benutzen Sie die Worte der Macht

Wissen Sie, auf welche Worte Ihre Empfänger gut reagieren? Haben Sie Ihr Publikum gut genug kennen gelernt, um seine Sprache zu sprechen?

Es gibt Worte, die normalerweise gut funktionieren. Dazu gehören:

  • Kostenlos
  • Sie
  • Ausverkauf
  • Sonderangebot

Sie sind jedoch nicht universell für jedes Unternehmen. Testen Sie sie selbst und finden Sie heraus, welche Worte Ihre OR erhöhen.

7. Stellen Sie Fragen

Fragen engagieren, ermuntern zum Dialog, eröffnen ein Gespräch. Man möchte sie beantworten!

8. Senden Sie Willkommensnachrichten

74,4% der Kunden erwarten eine Willkommensnachricht nach der Anmeldung zum Newsletter. Es ist eine nette Art Bekanntschaft zu schließen. Eine solche E-Mail reduziert auch das Risiko, dass der Kunde Sie vergisst (und Ihre nächste Nachricht entfernt).

Anstelle einer Nachricht können Sie sich für den Begrüßungszyklus entscheiden – mehrere E-Mails für die neuen Kunden.

9. Achten Sie auf Qualität

Sie werden sagen, dass es eine Floskel ist, aber die geringe Qualität der von Ihnen bereitgestellten Nachrichten ist einer der häufigsten Gründe für das Abmelden von der Mailingliste. Wenn Sie im aktuellen Rhythmus keinen wertvollen Inhalt bereitstellen können (z.B. einmal pro Woche), sollten Sie weniger E-Mails versenden oder konzentrieren Sie sich mehr auf dynamische Produktnachrichten.

Das regelmäßige Senden schwacher Nachrichten (mit geringem Wert, ohne definiertes, klares Ziel) lässt die Leser Ihre Adresse einfach mit uninteressanten Materialien assoziieren und entweder verzichten sie auf den Empfang von Nachrichten oder sie werden sich „emotional abmelden“: sie bleiben auf der Liste, werden aber keine E-Mails mehr öffnen.

10. Nutzen Sie den Zeitdruck

Ein guter Newsletter kann nicht später gelesen werden – weil „später“ im Posteingang normalerweise „nie“ heißt. Informieren Sie den Empfänger daher über die begrenzte Dauer der Werbeaktion oder den eingeschränkten Zugang zu Premiummaterialien.

11. Achten Sie auf die Hygiene der Datenbank

Vielleicht sind Ihre OR-Indikatoren auf einem traurigen, niedrigen Niveau, aber es ist nicht Ihre Schuld. Vielleicht liegt das Problem nicht an der Qualität des Inhalts, sondern an der Qualität der Datenbank.

Jeder Vermarkter verliert 25% seiner Datenbank jährlich auf ganz natürliche Weise – weil unsere Kunden den Job wechseln, ihre Adressen veralten, manche haben die Adresse mit einem Fehler eingegeben, manche wollen keine Nachrichten mehr von Ihnen erhalten usw.

Das Entfernen von Adressen schmerzt die Vermarkter fast physisch: es hat doch so viel Mühe gekostet, die Liste aufzubauen! Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen, dass jemand, der zwei Jahre lang nicht auf Ihre Nachrichten geantwortet hat, plötzlich aufwacht. Seien Sie realistisch!

Gleiches gilt für den Kauf von Datenbanken: wenn Sie eine Mailingliste gekauft haben, kennen Sie die Qualität der Adressen nicht. Vielleicht sind einige von ihnen auf eine zweifelhafte Weise erworben worden – entweder werden sie verärgert nach einem unerwünschten Mailing oder sie ignorieren es einfach – auf jeden Fall das sind nicht Ihre Kunden.

Wir haben oft das Thema angesprochen, die Mailingliste organisch aufzubauen – hier gibt es wirklich keine Abkürzungen, und das Senden von Nachrichten an Personen, die das nicht möchten, kann nur schaden.

Eine unreine Datenbank bedeutet auch die Unzuverlässigkeit der Analyse: Ihre OR-Indikatoren können unterschätzt werden, und Sie wissen nicht, ob Sie schlechte Betreffzeilen schreiben oder E-Mails an Niemanden senden.

12. Stellen Sie sicher, dass auf der Liste ein Opt-out-Link vorhanden ist

Dies ist eines der grundlegenden Tools, die die Datenbank in Ordnung halten: Personen, die Ihre Nachrichten nicht erhalten möchten, können sich einfach abmelden – andernfalls werden sie frustriert und Ihre Nachrichten als Spam markieren (was die Zustellung Ihrer E-Mails drastisch reduziert).

13. Mobile

Im Jahr 2015 betrug die Mobile Open Rate (die Öffnungsrate auf Mobilgeräten) 53%. Sie war noch nie so hoch gewesen!

Kunden migrieren offensichtlich in Richtung der Mobilgeräte. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Kampagnen diesbezüglich optimiert sind. Dies gilt nicht nur für die responsive Gestaltung der E-Mail selbst oder die Optimierung des mobilen Erlebnisses, sondern auch für die Zielseite, zu der die Kampagne führt. Was bringt Ihnen die Tatsache, dass die E-Mail auf Ihrem Smartphone gut lesbar ist, wenn die Konversion nicht möglich ist?

14. Testen Sie

Verwenden Sie die A/B-Tests so oft wie möglich, aber denken Sie an die eiserne Regel: testen Sie immer nur eine Variable – sonst wissen Sie nicht genau, was den Unterschied in den Ergebnissen der Kampagne verursacht hat. Das was Sie testen, lässt sich am besten in Form einer Hypothese formulieren:

„Wenn ich___ von ___ zu ___ ändere, erreiche ich ____“.

Z.B. „Wenn ich den Namen des Empfängers von „Firma.de“ zu „Stefan von der Firma“ ändere, erreiche ich eine höhere OR“.

15. Prüfen Sie, wie negative Gefühle funktionieren

Verwenden Sie bei der Erstellung einer Betreffzeile die Inspiration von Portalen mit dem größten Traffic und Tabloids. Sehen Sie, wie oft sie negative Emotionen wie Angst benutzen, um Leser zu locken.

Psychologen sagen, dass die Angst vor dem Scheitern stärker ist als die Freude am Erfolg. Mit anderen Worten, es sind die negativen Gefühle, die auf uns stärker einwirken. Nein, wir ermutigen Sie nicht dazu, Betreffzeilen wie „Ihre Firma wird pleite gehen, wenn Sie nicht dieser einfachen Methode folgen“ zu schreiben. Prüfen Sie vielmehr, ob eine Neuformulierung in dieser Richtung nicht besser funktioniert.

Das haben wir auch auf unserem Blog beobachtet. Diese Beiträge, die Fehler ansprechen, wurden von Ihnen öfter gelesen als andere.

22 erprobte Wege für nerviges und erfolgloses E-Mail-Marketing

10 Fehler bei der Anwendung von Marketing Automation: wie kann man sie vermeiden?

Wie stören Sie Ihre Kunden beim Einkaufen? 4 Fehler, die den Umsatz ruinieren

Wie man Lead Nurturing ruiniert und die Empfänger in 6 einfachen Schritten von sich abstößt

16. Ein erneuter Versand

Dank der Verhaltensanalyse (verfügbar auf den Marketing Automation Plattformen) können Sie überprüfen, ob die jeweilige Person Ihre Nachricht gelesen hat und möglicherweise eine E-Mail an diejenigen senden, die die Nachricht nicht geöffnet und sich nicht mit dem Inhalt vertraut gemacht haben.


Und Sie? Sind Sie mit der Öffnungsrate Ihres Newsletters zufrieden? Was ist der effektivste Weg, um sie zu erhöhen?